LUZERN: Steigende Steuerkraft und höhere Steuererträge

Im Jahr 2013 stieg im Kanton Luzern neben den Steuererträgen erstmals seit fünf Jahren auch die relative Steuerkraft wieder leicht an. Der Anstieg des mittleren Steuerfusses auf 1,883 Einheiten fällt 2014 im Vergleich zum Vorjahr tiefer aus.

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Im Kanton Luzern ist die Steuerkraft pro Kopf erstmals seit
2008 leicht angestiegen. (Bild: Themenbild Neue LZ)

Im Kanton Luzern ist die Steuerkraft pro Kopf erstmals seit 2008 leicht angestiegen. (Bild: Themenbild Neue LZ)

20 von 83 Luzerner Gemeinden passen 2014 ihren Steuerfuss an. Während 15 Gemeinden ihn heben, nehmen gemäss einer Medienmitteilung von Statistik Luzern (Lustat) fünf eine Senkung vor. Der mittlere Steuerfuss der Luzerner Gemeinden steigt damit das vierte Jahr in Folge, diesmal allerdings nur leicht. Mit einem Plus von 0,007 Einheiten kommt er auf 1,883 Einheiten zu liegen (provisorische Werte).

Anstieg der Steuererträge hat vielfältige Ursachen

Die Luzerner Gemeinden verbuchten 2013 ordentliche Gemeindesteuern von gut 1 Milliarde Franken. Gegenüber dem Vorjahr wurde ein Plus von 5,2 Prozent erzielt. Damit konnte der Rückgang um 4,1 Prozent im Jahr 2012 kompensiert werden.

Erstmals seit fünf Jahren stieg 2013 auch die relative Steuerkraft wieder an. Sie erhöhte sich um 1,8 Prozent auf 1448 Franken pro Einwohnerin und Einwohner. Der Anstieg der Steuererträge um 5,2 Prozent erklärt sich zum grösseren Teil durch Steuerfusserhöhungen und das Bevölkerungswachstum im Jahr 2013. Ein kleinerer Teil des Anstiegs lässt sich auf weitere Faktoren wie etwa die konjunkturelle Entwicklung oder Effekte der Standortpolitik zurückführen.

Stabiler Anteil der Unternehmen am Steuerertrag

Die unselbständig Erwerbstätigen steuerten 2013 mit 71,9 Prozent den Hauptteil zum Steuerertrag im Kanton Luzern bei. Die juristischen Personen stellten mit 11,9 Prozent den zweitgrössten Anteil des Steuerertrags. Im mehrjährigen Vergleich blieb der Anteil der Unternehmen damit annähernd konstant.

pd/zim