LUZERN: Sterbebegleitung wird neu organisiert

In der Zentralschweiz gibt es 40 Gruppen von Freiwilligen, die schwerkranken Menschen in ihrer letzten Lebensphase beistehen. Was aber fehlt, ist eine professionelle Koordination.

Lena Berger
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Beistand am Lebensende: Freiwillige können für Betroffene und Angehörige eine grosse Entlastung sein. (Archivbild Neue LZ)

Beistand am Lebensende: Freiwillige können für Betroffene und Angehörige eine grosse Entlastung sein. (Archivbild Neue LZ)

Die Einsatzstunden der Luzerner Vereinigung zur Begleitung Schwerkranker Luzern in den letzten fünf Jahren um fast 50 Prozent zugenommen. «Dies stellt grosse Anforderungen sowohl an die Einsatzleitung wie auch an die Freiwilligen», schreibt Präsident Hansjörg Vogel im aktuellen Jahresbericht. Insgesamt haben die 32 Freiwilligen letztes Jahr 2542 Einsatzstunden geleistet.

An Informationen zu kommen, wie die Situation bei den rund 40 weiteren Freiwilligen-Organisationen in der Zentralschweiz aussieht, erweist sich als schwierig. Eine Studie der Hochschule Luzern zeigt, dass kaum ein Überblick besteht, wie viele Freiwillige überhaupt wo im Einsatz sind. Was fehle, seien klare Ansprechpartner für Hilfesuchende. Die Caritas Luzern hat nun eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, die Massnahmen für eine Optimierung der freiwilligen Sterbebegleitung erarbeiten wird.