LUZERN: Steuern sollen im Kanton Luzern nicht vom Lohn abgezogen werden

Die Luzerner Arbeitnehmer sollen die Steuern eigenhändig dem Fiskus überweisen. Der Regierungsrat lehnt eine Motion ab die verlangt, dass die Patrons die Steuern vom Lohn abziehen müssen, wenn der Angestellte dies will.

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In Nidwalden laufen die Vorbereitungen für eine Onlinesteuererklärung. (Bild: Gaetan Bally/Keystone (Zürich, 3. Februar 2016))

In Nidwalden laufen die Vorbereitungen für eine Onlinesteuererklärung. (Bild: Gaetan Bally/Keystone (Zürich, 3. Februar 2016))

Ali R. Celik (Grüne) erwartet, dass mit einem automatischen freiwilligen Direktabzug der direkten Steuern vom Lohn Schulden, Notlagen und administrative Leerläufe wegen unbezahlter Steuern vermieden werden könnten. Steuerschulden gehörten heute zu den häufigsten Zahlungsrückständen, begründet Celik seinen Vorstoss.

Der Regierungsrat lehnt die Motion aber ab. Er zweifelt, dass der Eingang der Steuerzahlungen mit einem Abzug der Steuern vom Lohn wirklich verbessert werden könne. Er geht davon aus, dass gerade Personen in schwierigen finanziellen Verhältnisse gegen einen Abzug seien, um genug Geld für andere Ausgaben zu haben.

Der Direktabzug der Steuern vom Lohn bringe dem Betroffenen keine verfahrensmässige Erleichterung, schreibt der Regierungsrat. Die Arbeitnehmer müssten weiterhin eine Steuererklärung ausfüllen und die Gesamtsumme der bezahlen Raten im Auge behalten.

Der Regierungsrat führt zudem an, dass die geforderte Neuerung für den Arbeitgeber eine administrative Zusatzbelastung bedeute. Auch für die Steuerbehörde könnte der Aufwand steigen, gerade bei Personen, die mehrere Jobs haben. Zudem wäre der Direktabzug nur möglich, wenn der Wohn- und Arbeitsort im Kanton Luzern liege. (sda)