LUZERN: Strassenstrich tangiert Friedhof

Auf Parkplätzen beim Friedhof Friedental finden sich immer wieder Spuren des Strassenstrichs. Dies, obwohl die Polizei regelmässig Kontrollen macht.

Susanne Balli
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Wie hier im Ibach warten auch beim Friedental Prostituierte auf ihre Freier. (Bild: Dominik Wunderli/Neue LZ)

Wie hier im Ibach warten auch beim Friedental Prostituierte auf ihre Freier. (Bild: Dominik Wunderli/Neue LZ)

In der Stadt Luzern ist vor einem Jahr das Reglement über die Strassenprostitution in Kraft getreten. Seither hat sich der Strassenstrich von der Tribschenstadt und vom St. Karli ins Gebiet Ibach verlagert. Freier suchen für ihr Geschäft mit den Prostituierten abgelegene Bereiche, so beispielsweise Parkplätze nahe Ibach. Betroffen sind dabei auch die Parkplätze beim Friedhof Friedental. «Wir finden immer wieder gebrauchte Kondome und Taschentücher, besonders auf dem Parkplatz an der Riedstrasse, aber auch beim Haupteingang des Friedhofs», sagt Friedhofleiter Cornel Suter.

Friedhof auch nachts zugänglich

Die ekligen Hinterlassenschaften finden sich zeitweise sogar auf dem Friedhofgelände. Deswegen habe es schon schriftliche wie auch mündliche Reklamationen von Friedhofbesuchern gegeben, die Kondome auf dem Friedhofgelände vorfanden. «Ob sie aufs Friedhofgelände geworfen werden oder ob sich Freier mit Prostituierten nachts auf dem Friedhof aufhalten, wissen wir nicht», so Suter. Das Gelände sei öffentlich zugänglich, auch nachts. Der Friedhof Friedental wird laut Suter nicht durch Sicherheitsfirmen überwacht. Allerdings mache die Polizei regelmässig Kontrollen. Dies bestätigt Polizeisprecher Kurt Graf: «Sobald wir Hinweise erhalten, kontrollieren wir intensiver.»

Für Cornel Suter ist klar: «Falls sich die Fälle in der wärmeren Jahreszeit häufen, werden wir dies der Luzerner Polizei und der Städtischen Direktion Umwelt, Verkehr und Sicherheit wieder melden.»

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