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Luzern streicht Handarbeit: Am Ende des Lateins

Redaktorin Roseline Troxler über den Entscheid der Luzerner Regierung, Latein aus dem Untergymnasium zu verbannen.
Roseline Troxler
Portrait von Mitarbeiterin Roseline Troxler. Fotografiert am 30. Dezember 2016 in Luzern. (LZ/Manuela Jans-Koch) (Bild: Manuela Jans-Koch (LZ) (Luzerner Zeitung))

Portrait von Mitarbeiterin Roseline Troxler. Fotografiert am 30. Dezember 2016 in Luzern. (LZ/Manuela Jans-Koch) (Bild: Manuela Jans-Koch (LZ) (Luzerner Zeitung))

Quo vadis, Latinitas? Wohin geht es mit dem Latein an den Mittelschulen? Die Zentralschweizer Kantone kennen hier unterschiedliche Regelungen. Die Luzerner Regierung verbannt die Sprache aus dem Untergymnasium. Auch in den oberen Klassen wählen immer weniger Schüler diesen Schwerpunkt. Der Entscheid ist bedauerlich. Das Latein wird so wohl ganz aus den Gymnasien verschwinden. Es wäre ein schleichendes Ende einer langen Tradition, finden doch viele Kantis ihren Ursprung in den Lateinschulen. Gleichzeitig ist der Entscheid aber nachvollziehbar. An vielen Universitäten wurde das Lateinobligatorium gelockert. Wissenschaftssprache ist heute Englisch. So hält die Regierung bildungspolitisch Schritt mit dem Lauf der Zeit.

Viel schwieriger nachvollziehbar ist hingegen die Streichung der Handarbeit vom Stundenplan. Denn Werken wird weiterhin unterrichtet. Weshalb wird ein gestalterisches Fach abgeschafft, während das technische und bildnerische Gestalten weiter auf dem Stundenplan bleibt? Das ist nicht logisch. Auch der Kanton tut sich mit seiner Begründung schwer.

Profiteure dieser Änderungen sind die Fächer Deutsch und die Naturwissenschaften. Das dürfte die Wirtschaft freuen, ertönt von dieser Seite doch immer wieder der Ruf nach mehr technischen und naturwissenschaftlichen Kompetenzen. Ob zusätzliche Lektionen helfen, dass sich mehr Maturanden für diese Studienrichtungen entscheiden, ist fraglich. Der Entscheid passt aber zur Entwicklung in der Bildung, die sich immer mehr auf Leistung ausrichtet. Fakt ist: Die Anpassung geht auf Kosten einer breiten und vielseitigen Aus- bildung.

Roseline Troxler

roseline.troxler@luzernerzeitung.ch

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