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LUZERN SÜD: Ökihof auf der Allmend?

Seit Jahren wird in Horw oder Kriens ein neuer Standort für den Ökihof gesucht. Nun bietet sich eine Lösung in der Stadt Luzern an.
Raphael Gutzwiller
Der Ökihof in Horw. (Bild: Boris Bürgisser)

Der Ökihof in Horw. (Bild: Boris Bürgisser)

Der Ökihof in Horw ist seit Jahren überlastet. An Wochenenden müssen sogar Lotsen aufgeboten werden, damit der Verkehr rund um die Entsorgungsstelle an der Technikumstrasse 2 nicht kollabiert. Der Abfallverband Real und die Gemeinden Horw und Kriens sind sich einig: Es muss eine neue Lösung her. Kriens und Real möchten einen Neubau am bisherigen Standort. Für die Gemeinde Horw kommt das jedoch nicht in Frage, sie will an einem anderen Standort einen neuen Ökihof bauen (wir berichteten).

Im Ökihof-Streit bahnt sich jetzt eine Lösung an: Im Eichwald in der Luzerner Allmend könnte ein neuer Ökihof entstehen, der denjenigen in Horw entlastet. Der zuständige Luzerner Stadtrat Adrian Borgula (Grüne) bestätigt auf Anfrage: «Ein neuer lokaler, kleiner Ökihof als Ergänzung im Raum Luzern Süd beim Standort Eichwald ist in Prüfung.» Real sei mit einer entsprechenden Anfrage auf die Stadt zugekommen. Es wäre der erste Ökihof auf Stadtluzerner Boden. Der Entscheid liegt in erster Linie bei der Stadt. «Wir müssen jetzt die Vor- und Nachteile abwägen und entscheiden, ob ein Ökihof an diesem Standort geeignet ist», so Borgula.

Ob die neuste Entwicklung die definitive Beilegung des Ökihof-Streits darstellt, bleibt abzuwarten. Erstens ist offen, ob der Ökihof auf Stadtboden langfristig oder nur als Übergangslösung gebaut würde. Zweitens findet im Grunde auch Adrian Borgula, dass das von den Horwern bekämpfte Neubauprojekt am bisherigen Standort eine gute Lösung ist. Mit anderen Worten: Die Stadt kann sowohl mit einem Ausbau in Horw als auch mit einem Neubau im Eichwald leben.

Ökihof stünde dem Südzubringer im Weg

Klar ist: Der Standort am Eichwald muss raumplanerisch offenbleiben, da er zum Gelände für einen allfälligen Südzubringer zählt. Borgula: «Dort darf nur etwas stehen, was relativ schnell wieder abgebaut werden kann.»

Für die Gemeinde Horw wiederum wäre ein Standort Eichwald ohnehin nur eine Übergangslösung für fünf bis zehn Jahre. Dies schreibt der Gemeinderat in seinem Jahresprogramm. Die Standortsicherung eines neuen Ökihofs im Gebiet Luzern Süd müsse deshalb weiter vorangetrieben werden. Dabei werden weitere Standorte genannt. So in erster Linie das Gebiet Hinterschlund. Aber: «Wenn sich zeigen sollte, dass dieser nicht als Nachfolgestandort in Frage kommt, ist der Standort Grütwäldli weiterzuverfolgen», so der Horwer Gemeinderat.

Wald roden für eine Entsorgungsstelle?

Doch das Grütwäldli hat wiederum einen grossen Haken: Es ist als Wald eingetragen. Um überhaupt einen Ökihof bauen zu können, müsste der Kanton eine Rodungsbewilligung erteilen. Dieses Szenario ist sehr unrealistisch, lässt Real auf Anfrage durchblicken. Für eine Stellungnahme war der Abfallverband jedoch nicht bereit. Man befinde sich in laufenden Verhandlungen und möchte diese nicht vor Abschluss kommentieren. Die Gemeinderäte Horw und Kriens waren gestern für keine Stellungnahme zu erreichen.

Raphael Gutzwiller

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