LUZERN: Suva streicht weitere Stellen

Der Unfallversicherer Suva mit Sitz in Luzern baut Stellen ab. Der Bereich Sicherheitsprodukte mit 15 Angestellten wird per 2017 vollständig eingestellt, wie Mediensprecher Jan Mühle­thaler bestätigt.

Drucken
Teilen
Suva-Gebäude in Luzern. (Bild: Christian Beutler / Keystone (Luzern, Juni 2016))

Suva-Gebäude in Luzern. (Bild: Christian Beutler / Keystone (Luzern, Juni 2016))

Bis dato hat sich das Unternehmen bei der Entwicklung und Herstellung von Sicherheitsprodukten engagiert, zum Beispiel bei Schutzhauben für Kreissägen. Ebenso verkaufte die Suva ihre eigenen Produkte und solche von anderen Anbietern.

Hauptgrund für die Reorganisation sei das per Januar 2017 in Kraft tretende revidierte Unfallversicherungsgesetz, sagt Mühlethaler. Dieses sieht vor, dass die Suva künftig ausschliesslich Produkte vertreiben darf, an deren Entwicklung das Unternehmen beteiligt war (Ausgabe vom 2. Oktober). Der Verkauf von Sicherheitsprodukten von andern Firmen ist neu nicht mehr möglich. «Da wir mit einem stark reduzierten Sortiment das Leistungscenter Sicherheitsprodukte nicht mehr kostendeckend betreiben können, hat sich die Geschäftsleitung für die radikalste Variante entschieden.»

Online-Portal bleibt bestehen

Für die meisten Mitarbeiter habe man eine «sozial verträgliche Lösung» finden können, sagt Mühlethaler weiter. Einige beschäftigt die Suva in einem anderen Bereich weiter. «Für andere ist die Frühpensionierung ein gangbarer Weg.» Und ein dritter Teil hat der Suva bereits den Rücken gekehrt und eine andere Stelle gefunden.

Trotz der Einstellung des Bereichs Sicherheitsprodukte wird die Suva auch künftig ihren Online-Marktplatz für Sicherheitsprodukte (www.sapros.ch) betreiben. Auf der Website bieten über 60 Anbieter ihre Produkte an – die Suva stellt das Portal zur Verfügung. Der Verkauf geschieht aber direkt über den Anbieter. Auch das Angebot der eigenproduzierten Sicherheitsprodukte, wie etwa Schutzhauben für Kreissägen, will die Suva aufrechterhalten. «Hierfür sind wir auf der Suche nach externen Produzenten.» Bereits im August hat die Suva 25 Angestellten kündigen müssen. Dies, nachdem die Geschäftsleitung beschloss, die Reinigungsarbeiten an den Firmenstandorten in der Stadt Luzern extern zu vergeben. (chh)