LUZERN: SVP will Verband der Gemeinden auflösen

Es sei an der Zeit, den Verband der Luzerner Gemeinden (VLG) aufzulösen, findet die SVP. Damit stösst die Partei auch eigene Leute vor den Kopf.

Lukas Nussbaumer
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Für Peter With, Wahlkampfleiter der SVP des Kantons Luzern, ist klar: «Es ist schlicht nicht möglich, alle Gemeinden unter einen Hut zu bringen. Regionale oder projektbezogene Verbände machen viel mehr Sinn.» Für With heisst dies: «Es ist an der Zeit, den VLG aufzulösen.» Parteipräsident Franz Grüter gibt an, dass in der SVP ein breiter Konsens darüber herrsche, dass der Gemeindeverband aufzulösen oder in dezentrale Einheiten aufzuteilen sei. Ganz geschlossen sei seine Partei in dieser Frage aber nicht.

Kritik auch von linker Seite

Einer, der anderer Meinung ist, heisst Armin Hartmann. Der Gemeindeammann von Schlierbach und Kantonsrat ist der einzige SVP-Vertreter im neunköpfigen VLG-Vorstand und sagt: «Es gibt keine Alternative zum VLG.» Das sieht de Parteipräsident anders. «Die regionalen Entwicklungsträger könnten die Lücke, die der VLG reissen würde, ausfüllen.»

Sicher ist, dass der nach dem im März beschlossenen Austritt der Stadt Luzern gebeutelte VLG mit der SVP-Forderung weiter unter Druck gerät. Kritik am Verband üben nämlich auch linke Vertreter wie Priska Lorenz und Nino Froelicher, die Fraktionschefs von SP und Grünen. Die Vertreter von CVP, FDP und GLP wollen am Verband festhalten.