Luzern taucht in die erste Festival-Nacht ein

Im Beisein von Prominenz aus Kultur, Politik und Wirtschaft ist am Mittwochabend das Lucerne Festival im Sommer eröffnet worden. Bis am 18. September leuchten hochkarätige Interpreten und Orchester die verschiedenen Facetten der Nacht musikalisch aus.

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Das Eröffnungskonzert mit Claudio Abbado wird live auf das Inseli übertragen. (Bild: Keystone)

Das Eröffnungskonzert mit Claudio Abbado wird live auf das Inseli übertragen. (Bild: Keystone)

Die Zürcher Kulturwissenschaftlerin Elisabeth Bronfen führte zur Eröffnung ins Leitmotiv des Festivals ein. Für sie ist die Nacht ein Verführungsort. Im Dunkeln seien existenzielle Grenzerfahrungen möglich. Es gebe eine andere Zeitrechnung. Die Konturen würden unscharf, doch das geistige Sehen schärfer.

Nacht und Schlaflosigkeit

«Wir brauchen den Verführungsort Nacht, um verborgene, verbotene und vergessene Welten zu erfahren», sagte Bronfen, und nannte dazu den Traum, den Tod und die erotische Ekstase. Aus den Erfahrungen, die in der Nacht gewonnen werden könnten, nehme man etwas in den Morgen danach mit, wodurch der neue Tag anders werde.

Diesem von Bronfen aufgezeigten Weg (»durch Nacht zum Licht») hat Lucerne Festival einen eigenen Zyklus gewidmet. Eine andere Konzertreihe widmet sich der Schlaflosigkeit. Weiter prägen Serenaden, Nachtgesänge, Nocturnes, Nachtgestalten und Umnachtete das 100 Veranstaltungen umfassende Programm.

Musikalischer Lichtzauber an der Westfassade des Luzerner Theaters am 13. August. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)
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Musikalischer Lichtzauber an der Westfassade des Luzerner Theaters am 13. August. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)
Musikalischer Lichtzauber an der Westfassade des Luzerner Theaters am 13. August. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)
Musikalischer Lichtzauber an der Westfassade des Luzerner Theaters am 13. August. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)
12. August: Visionnight am Lucerne Festival. (Bild: Dominik Wunderli/Neue LZ)
12. August: Visionnight am Lucerne Festival. (Bild: Dominik Wunderli/Neue LZ)
12. August: Visionnight am Lucerne Festival. (Bild: Dominik Wunderli/Neue LZ)
12. August: Visionnight am Lucerne Festival. (Bild: Dominik Wunderli/Neue LZ)
12. August: Visionnight am Lucerne Festival. (Bild: Dominik Wunderli/Neue LZ)
12. August: Visionnight am Lucerne Festival. (Bild: Dominik Wunderli/Neue LZ)
12. August: Visionnight am Lucerne Festival. (Bild: Dominik Wunderli/Neue LZ)
Innig wie ein Gebet: Dirigent Claudio Abbado und solist Radu Lupu im Eröffnungskonzert des Lucerne Festival Orchestra. (Bild: Lucerne Festival / Peter Fischli)
UBS-CEO Oswald Grübel ist auch unter den geladenen Gästen. (Bild: Keystone)
Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey trifft beim KKL ein und wird von Lucerne-Festival-Präsident Hubert Achermann (links) empfangen. (Bild: Keystone)
Der Deutsche Schlagersänger Roberto Blanco und seine Begleitung Luzandra Strassburg. (Bild: Keystone)
Der Dirigent Claudio Abbado trifft beim KKL Luzern ein. (Bild: Keystone)
Auf dem Inseli neben dem KKL in Luzern wird das Eröffnungskonzert mit Dirigent Claudio Abbado für die Bevölkerung gratis übertragen. (Bild: Keystone)
Ein Musiker des Lucerne Festival Orchestra spielt sich vor dem Konzert ein. (Bild: Keystone)
Ein Plakat vor dem KKL weist auf das Eröffnungskonzert hin. (Bild: Keystone)
Auf dem Inseli neben dem KKL in Luzern wird das Eröffnungskonzert mit Dirigent Claudio Abbado für die Bevölkerung gratis übertragen. (Bild: Manuela Jans/Neue LZ)
Auf dem Inseli neben dem KKL in Luzern wird das Eröffnungskonzert mit Dirigent Claudio Abbado für die Bevölkerung gratis übertragen. (Bild: Manuela Jans/Neue LZ)
Ein Musiker des Lucerne Festival Orchestras spielt sich vor dem Konzert ein. (Bild: Keystone)
Eine Musikerin des Lucerne Festival Orchestras spielt sich vor dem Konzert ein. (Bild: Keystone)
Musikerinnen des Lucerne Festival Orchestra spielen sich vor dem Konzert ein. (Bild: Keystone)
Ein Musiker des Lucerne Festival Orchestras spielt sich vor dem Konzert ein. (Bild: Keystone)
Eine Musikerin des Lucerne Festival Orchestras spielt sich vor dem Konzert ein. (Bild: Keystone)
Eine Musikerin des Lucerne Festival Orchestras spielt sich vor dem Konzert ein. (Bild: Keystone)
Ein Musiker des Lucerne Festival Orchestra trifft beim KKL Luzern ein. (Bild: Keystone)

Musikalischer Lichtzauber an der Westfassade des Luzerner Theaters am 13. August. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)

Erstes Konzert auf dem Inseli

Zur Eröffnung spielte das Lucerne Festival Orchestra unter seinem Dirigenten Claudio Abbado das «Adagio» aus Gustav Mahlers zehnter Sinfonie. Das Konzert wurde live auf das Inseli übertragen. Für Mahler waren Komponisten «Nachtwandler», die auf einem ihnen unbekannten Weg «dem fernen Lichte» zugehen.

Das 2003 von Abbado gegründete Orchester spielte ferner Vorspiele zu Richard Wagners «Lohengrin» und das d-Moll-Klavierkonzert von Johannes Brahms. Am Flügel sass Radu Lupu und nicht wie vorgesehen Hélène Grimaud, dies weil es zwischen der Pianistin und dem Dirigenten zu künstlerischen Differenzen gekommen war.

Calmy-Rey: «Es sind Träume der Freiheit»

Auch Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey nahm in ihrer Ansprache das Festivalthema auf, konzentrierte sich aber dabei auf den Traum. Es seien Träume der Freiheit, die sich im arabischen Raum bemerkbar machten, sagte sie. Die Schweiz müsse das ihre beitragen, dass sich diese Träume nicht in Albträume verwandelten.

sda/rem