LUZERN: TCS sieht leichte Vorteile beim Metro-Projekt

Als Lösung für die Car-Parkierung in der Stadt Luzern würdigt die TCS-Sektion Waldstätte die Projekte Metro und das Parkhaus Musegg positiv. Das Metro-Projekt wird vom Vorstand leicht favorisiert. Gegen eine übermässige Kompensation von Parkplätzen würde sich der TCS jedoch bei beiden Projekten zur Wehr setzen.

Drucken
Teilen
Für den TCS. Sektion Waldstätte steht fest: Die Car-Parkierung in der Stadt Luzern muss neu gelöst werden. (Bild: PD)

Für den TCS. Sektion Waldstätte steht fest: Die Car-Parkierung in der Stadt Luzern muss neu gelöst werden. (Bild: PD)

«Die Car-Parkierung in der Stadt Luzern muss neu gelöst werden», wie der Touring Club Schweiz (TCS), Sektion Waldstätte, in einer Medienmitteilung vom Freitag festhält. Die im Raum stehenden Projekte Metro und Parkaus Musegg sieht der Vorstand der Sektion Waldstätte als valable Lösungen und beurteilt diese als positive.

Zu den beiden Projekten äussert sich Alex Mathis, Geschäftsführer der TCS-Sektion Waldstätte, folgendermassen:«Beide Vorhaben wollen vor allem den Schwanenplatz für die Einheimischen sowie für die Touristen aufwerten und als Brennpunkt in Sachen Car-Parkierung entschärfen. Das ist auch in unserem Sinne.»

Der TCS liess sich von den Initianten beider Projekte aus erster Hand über die Vorhaben informieren. Nach intensiven Diskussionen im Vorstand wird das Projekt Metro gegenüber dem Projekt Parkhaus Musegg leicht favorisiert.

Metro hat «grösseren überregionalen Charakter»

«Wir vertreten die Auffassung, dass die geplante Metro einen grösseren überregionalen Charakter hat als ein rein innerstädtisches Parkhaus», erklärt Alex Mathis. Auch die Anbindung an das Kantonsspital Luzern und der Ansatz als Park und Ride-Lösung sprechen für das Metro-Projekt. «Diese Ankoppelung würde die Parkplatzsituation im Kantonsspital spürbar entschärfen.»

Auch die Idee eines Parkhauses Musegg ist beim Vorstand grundsätzlich auf positives Echo gestossen. Vergleichbare Beispiele aus Thun und Salzburg zeigen den Erfolg einer solchen Idee auf.

Vorbehalte gegenüber Parkhaus Musegg

Der TCS hat aber gewisse Vorbehalte gegenüber einem Parkhaus Musegg. «Wir bezweifeln insbesondere, dass der unterirdische Bau die Parkplatzprobleme für Cars überhaupt lösen würde. Zudem könnte durch die Zufahrt im Gebiet Geissmattbrücke ein neues Nadelöhr geschaffen werden.»

Offene Fragen bezüglich Finanzierung der Erstellung und des Betriebes bestehen laut TCS bei beiden Vorhaben. Beide Projekte können vom TCS jedoch nur dann unterstützt werden, wenn mit der Realisierung nicht die Aufhebung von übermässig vielen bestehenden Parklätzen in der Stadt Luzern verbunden ist.

pd/zim