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LUZERN: Thermoplan saniert Dach des Weggiser Pavillon

Paukenschlag an der Gemeindeversammlung in Weggis: Nicht die Gemeinde oder der Stimmbürger zahlt die Sanierung des Pavillon-Dachs, sondern der Kaffeemaschinenentwickler und -hersteller Thermoplan.
Thermoplan-Geschäftsführer Adrian Steiner (links) und Firmengründer Domenic Steiner vor dem Weggiser Pavillon. (Bild: Nadia Schärli)

Thermoplan-Geschäftsführer Adrian Steiner (links) und Firmengründer Domenic Steiner vor dem Weggiser Pavillon. (Bild: Nadia Schärli)

Das Traktandum über den Nachtragskredit in der Höhe von 608'000 Franken für die Sanierung des Pavillon-Dachs wurde am Montagabend von der Traktandenliste der Gemeindeversammlung in Weggis gestrichen. Grund: Thermoplan übernimmt die Finanzierung. Es sei ein «vorgezogenes Geschenk zur bevorstehenden 900-Jahr-Feier, welche im Jahr 2016 stattfinden wird», sagt Adrian Steiner, CEO der Thermoplan.

Thermoplan sehe sich als Teil des Dorfes mitverantwortlich, das positive Erscheinungsbild aufrecht zu erhalten. «Als ortsansässige Unternehmung mit vielen Mitarbeitern aus Weggis und den umliegenden Gemeinden liegt uns die Gemeinde sehr am Herzen».

Zum bevorstehenden «900-Jahr-Jubiläum Weggis» soll der Pavillon im neuen Glanz erscheinen. Neben den Vorbereitungen für das Jubiläum laufen weitere Projekte rund um den Pavillon im Weggiser Dorfkern.

Durchhängendes Dach

Aus Fehlern lerne man bekanntlich, jedoch dürfen solche, wie sie beim Bau des Pavillons passiert sind, in Zukunft nicht mehr geschehen, schreibt Thermoplan. Der Pavillon auf dem Weggiser Kurplatz am Vierwaldstättersee wurde 2007 eröffnet. 2013 wurde festgestellt, dass das 420 Quadratmeter grosse Dach durchhängt. Zur Sicherheit wurden provisorische Stützen angebracht und Auflagen bei der Nutzung erlassen.

Im Mai 2015 schlug der Gemeinderat den Einbau einer Deckenheizung vor. Die Gemeindeversammlung aber lehnte die 230'000 Franken teure Massnahme ab und verlangte eine technisch bessere Lösung. Der Gemeinderat berief eine siebenköpfige Arbeitsgruppe ein, die vier neue Varianten zur Lösung des Statikproblems prüfte.

Garantiefrist um 26 Tage verpasst

Für die Mängel muss die betroffene Ingenieurfirma nicht mehr aufkommen. Die Garantieansprüche seien nach fünfjähriger Frist erloschen, schrieb der Gemeinderat.

Die ursprüngliche Mängelrüge wurde erst an die falsche Adresse, nämlich ans Subunternehmen der Ingenieursfirma, gerichtet. Die Rüge an die richtige Adresse erfolgte dann aber 26 Tage zu spät. Eine Mediation verlief aus Sicht der Gemeinde erfolglos.

mvg/rem/sda

Beim Pavillon soll ein Stahlträger (blau) eingebaut werden. (Bild: PD)

Beim Pavillon soll ein Stahlträger (blau) eingebaut werden. (Bild: PD)

Ein Joch im Infrastrukturraum hinter der Bühne fängt die Last des neuen Stahlträgers auf. (Bild: PD)

Ein Joch im Infrastrukturraum hinter der Bühne fängt die Last des neuen Stahlträgers auf. (Bild: PD)

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