LUZERN: Tiefbauamt wird umgekrempelt

Die Stadt richtet das Tiefbauamt mit seinen rund 300 Mitarbeitern im Jahr 2015 neu aus. Der Schwerpunkt soll auf die Mobilitätsplanung und komplexe Infrastrukturprojekte gelegt werden.

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Aufwändige Infrastrukturprojekte wie hier beim Seetalplatz sollen in Zukunft effizienter realisiert werden können. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Aufwändige Infrastrukturprojekte wie hier beim Seetalplatz sollen in Zukunft effizienter realisiert werden können. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Das Tiefbauamt der Stadt Luzern ist verantwortlich für das Strassennetz, die Siedlungsentwässerung, die Grünräume und die Abfallentsorgung. In den letzten zehn Jahren hat die Stadt den Leistungsauftrag des Tiefbauamts um mehr als 25 Prozent ausgeweitet und gleichzeitig die zur Verfügung gestellten Ressourcen um 5 Prozent reduziert.

Neu geschaffener Bereich «Projekte»

Dies habe die Direktion Umwelt, Verkehr und Sicherheit gemäss Mitteilung der Stadt Luzern vom Montag dazu veranlasst, die Situation im Tiefbauamt zu analysieren, die Strategie zu überprüfen und Teilbereiche des Tiefbauamts neu zu organisieren. Die grösste Veränderung sei, dass die heute getrennte Abwicklung von Infrastrukturprojekten im neu geschaffenen Bereich «Projekte» zusammengefasst werde. Unter diesem Dach sollen künftig alle Infrastrukturprojekte nach einem einheitlichen Prozess umgesetzt werden. Die Neuorganisation erfolge im Rahmen des bestehenden Stellenplans.

Sanierungsstau abbauen und effizienter werden

Mit der Schaffung des Bereichs Projekte werde das Know-how im Tiefbauamt gebündelt, die Möglichkeiten, kombinierte Projekte durchzuführen, gestärkt und der Sanierungsstau bei der Kanalisation abgebaut, ist man bei der Stadt Luzern überzeugt. Durch Effizienzsteigerung verspricht man sich zudem, mehr Projekte realisieren zu können. Seit Januar plant und realisiert der Bereich alle Infrastrukturprojekte. Verantwortlich für den Aufbau und die Führung des Bereichs Projekte ist Michael Wägli.

Verkehr als grösste Herausforderung

66 Prozent der Stadtbevölkerung beurteilt den Verkehr als grösstes Problem, hält das Amt weiter in seiner Analyse fest. Mit ihrer Mobilitätsstrategie wolle die Stadt dafür sorgen, dass die Innenstadt auch in Zukunft für alle attraktiv und sicher erreichbar bleibe. Um dies zu ermöglichen, schafft die Stadt im Tiefbauamt den Bereich «Mobilität». Er fokussiert sich künftig auf die Mobilitätsplanung und definiert Massnahmen im Verkehrsbereich. Geleitet wird der Bereich von Daniel Rudin. Er tritt seine Stelle Anfang Januar 2015 an.

Personelle Verschiebungen

Die Neuausrichtung des Tiefbauamtes bringt auch Veränderungen in der Funktion der Stellvertretung des Stadtingenieurs. Neu ist Bernhard Jurt, Leiter Strasseninspektorat, stellvertretender Stadtingenieur. Roland Koch, der bisherige Stellvertreter von Stadtingenieur Martin Bürgi, stärkt künftig mit seiner Fachkompetenz als Verkehrsexperte das Tiefbauamt in Fragen der Mobilität. Er übernimmt wichtige strategische Projekte, in denen die Stadt Luzern mit Kanton, Verkehrsverbund Luzern (VVL) und Luzern Plus zusammenarbeitet.

Die bewährten Strukturen des Strasseninspektorats und der Stadtgärtnerei behält die Stadt bei. Dies gebe dem Tiefbauamt die nötige Stabilität während des Entwicklungsprozesses.

pd/uus