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LUZERN: Traditionshaus ist saniert

Das Hotel Schlüssel am Franziskanerplatz zählt zu Luzerns ältesten Gaststuben. Am 27. Mai feiert das Haus 470 Jahre Gastfreundschaft.
Gastgeberin Marija Bucher in einem der renovierten Zimmer im Hotel Schlüssel am Franziskanerplatz. (Bild Corinne Glanzmann)

Gastgeberin Marija Bucher in einem der renovierten Zimmer im Hotel Schlüssel am Franziskanerplatz. (Bild Corinne Glanzmann)

Seit 1545 beherbergt das Hotel Schlüssel in der Luzerner Kleinstadt Gäste aus nah und fern. Eine Tradition, der sich auch das Gastgeberpaar Marija und Stephan Bucher verpflichtet hat. Die beiden führen das Haus seit April 2012. Marija Bucher ist Juristin und eine überzeugte Quereinsteigerin. «Wir sind praktisch über den ‹Schlüssel› gestolpert. An einem Sonntag sahen wir die Annonce, bis am folgenden Mittwoch mussten wir uns entscheiden», erinnert sie sich. Beinahe dramatisch sei dann die erste Besichtigung gewesen: «Ich sagte sofort Nein. Ich sah nur Arbeit ohne Ende, eine Baustelle an der anderen.» Doch ihr Mann konnte sie überzeugen.

Aus Abwehr wurde Begeisterung

Und so wich die anfängliche Abwehr bald einmal der Begeisterung. «Das Haus zog mich zunehmend in seinen Bann», schwärmt Marija Bucher. Und heute, nach der Renovation, erst recht. «Jetzt haben wir zehn Zimmer im Angebot. Acht Doppelzimmer, ein Drei- und ein Vierbettzimmer», erklärt Marija Bucher. Zwei Zimmer sind auch rollstuhlgängig.

Historisches Cachet bewahrt

Die Einrichtung der Zimmer sei bewusst schlicht und funktional gehalten und entspreche bezüglich der Hotelbewertung einem Zweisternehaus. «Wir haben die zehn Zimmer inklusive Treppenhaus innert sechs Wochen renoviert und ihnen eine neue Eleganz verliehen», sagt Bauökonom und Architekt Adriaan Westenbrink sichtlich stolz. Die Arbeit habe trotz hohem Zeitdruck das ganze Team begeistert.

Am Mittwoch können sich Interessierte am Franziskanerplatz selber davon überzeugen. Das Hotel Schlüssel öffnet seine Türen. Das spätgotische Steinhaus beherbergt auch einen Schatz: Der historische Borromäus-Saal im ersten Stock zählt zu den ältesten Gasträumen der Stadt Luzern. Auch der Saal habe schon manche Renovation hinter sich, weiss Stephan Bucher und erzählt von der ersten Etappe der Renovation von 2012: «Damals kamen einige Bausünden zu Tage. Auch dank der Zusammenarbeit mit dem Denkmalschutz wurde ein Bijou daraus.» Die Fenster dank gewölbtem Goetheglas und die Wände in Naturfarbe konnten dem Saal den ursprünglichen Ausdruck erhalten. Das historische Cachet wurde bewahrt und stilvoll mit dem Komfort der Neuzeit kombiniert.

Küche setzt auf regionale Produkte

Bereits bei der Umsetzung der Neugestaltung setzten die Buchers auf Zentralschweizer Handwerker. Das Gleiche gilt auch für die Produkte in der Küche. Stephan Bucher: «Verarbeitet werden regionale und saisonale Produkte. Die Karte ist bewusst klein gehalten, um Frische zu garantieren.»

Küchenchef Franz Mair ist bekannt in Luzerns Gastroszene und kocht bereits über 30 Jahre in der Zentralschweiz. Vom «Monopol» kam er übers «Arbalète» und «Au Premier» an den Franziskanerplatz. Stephan Bucher kommt vom Fach. Er absolvierte die Schweizerische Hotelfachschule Luzern, machte sich einen Namen mit seinem «Haus Österreich» und ist Spezialist für österreichischen Wein. «Da war es auch naheliegend, dass wir unser Gastronomieangebot auf Österreich ausrichten. Und mit dem Österreicher Franz Mair haben wir den besten Mann am Herd.»

Sandra Monika Ziegler

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