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LUZERN: Überraschende Einigung im Fall Kobler

Die Affäre um den Direktor der Luzerner Kantonalbank (LUKB) ist offenbar nach wenigen Tagen beendet. Bernard Kobler und seine Ex-Geliebte Rosana B. haben sich geeinigt. Juristisch ist jedoch noch kein Schlussstrich gezogen.
Der Verwaltungsrat der LUKB hält an Kobler fest (Archiv) (Bild: Keystone)

Der Verwaltungsrat der LUKB hält an Kobler fest (Archiv) (Bild: Keystone)

Rosana B. und Bernard Kobler ziehen ihre Strafklagen zurück. Dies teilten die Anwälte der beiden Parteien am Montagabend mit.

Am Donnerstag war bekannt geworden, dass eine ehemalige Geliebte Koblers gegen ihn eine Strafanzeige eingereicht hatte. Die beiden haben ein gemeinsames Kind; sie warf ihm versuchte sexuelle Nötigung und versuchte Nötigung vor.

Am Sonntag traf sich der Verwaltungsrat der Bank zu einer ausserordentlichen Sitzung und kam zum Schluss: Die Situation sei zwar ernst, doch Kobler leiste als Konzernchef hervorragende Arbeit.

«Aufgrund des aktuellen Informationsstandes» spreche er Kobler deshalb weiterhin das Vertrauen aus. Die Angelegenheit sei privater Natur. Allerdings wolle der Verwaltungsrat die Lage fortlaufend beurteilen, da die Sache Einfluss auf den Ruf der Bank und ihre Geschäftstätigkeit haben könne.

«Kein Prostitutionsverhältnis»

Nun haben Bernard Kobler und seine Ex-Geliebte den Streit am Montag beigelegt. «Wir haben uns heute mit Hilfe unserer Rechtsanwälte umfassend geeinigt», teilen die beiden in einem Schreiben mit, das ihre Anwälte verbreiteten. «Wir legen Wert auf die Feststellung, dass wir eine Liebesbeziehung unterhielten und nicht ein Prostitutionsverhältnis.»

Im Interesse des gemeinsamen Kindes, aber auch der übrigen Angehörigen hätten sie sich am Montag zusammengesetzt und sich «in allen strittigen Punkte definitiv geeinigt». Der Streit in der Frage um eine Klausel in der Unterhaltsregelung sei mit einem Kompromiss beigelegt worden.

Geteilte Verfahrenskosten

«Wir ziehen die beiden gegenseitigen Strafklagen zurück, und wir ziehen unsere, die Gegenpartei belastenden Sachverhaltsdarstellungen zurück.» Die Parteien tragen die Verfahrenskosten gemäss Mitteilung je zur Hälfte.

Nun muss die Staatsanwaltschaft entscheiden, ob sie das Verfahren einstellen will. Weil es sich um ein Offizialdelikt handelt, muss der Staatsanwalt prüfen, ob er trotzdem das Verfahren unabhängig von den Betroffenen weiterführen will. Die Weiterführung eines solchen Verfahrens dürfte laut Einschätzung der beiden Anwälte nicht einfach sein. So stützen sich die Belastungen ganz auf die Aussagen der beiden Parteien.

Der 56-jährige Bernard Kobler ist seit 2004 Konzernchef der Luzerner Kantonalbank. Die börsenkotierte Aktiengesellschaft ist mehrheitlich im Besitz des Kantons Luzern. Sie zählt rund 1000 Arbeitsplätze.

sda/rem

<em>Mehr zur Einigung lesen Sie am Dienstag in der Neuen Luzerner Zeitung.</em>

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