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LUZERN: Umfahrung Wolhusen: Befürworter sehen Licht am Anfang des Tunnels

Die Umfahrung des Dorfes hat im aktuellen Strassenbauprogramm keine Priorität – trotzdem haben Befürworter gestern den Tunnel «eröffnet». Damit wollen sie sich beim Kanton Gehör verschaffen.
Peter Bigler (FDP), Gemeindepräsident von Wolhusen, vor dem Plakat des geplanten des Tunnels. (Bild: Boris Bürgisser (Wolhusen, 28. November 2017))

Peter Bigler (FDP), Gemeindepräsident von Wolhusen, vor dem Plakat des geplanten des Tunnels. (Bild: Boris Bürgisser (Wolhusen, 28. November 2017))

«Es mutet etwas komisch an, die Eröffnung der Umfahrung Wolhusen zu feiern, bevor diese gebaut ist», gab Josef Dissler, Kantonsrat (CVP) und Leiter Co-Präsidium der IG Umfahrung Wolhusen an der gestrigen Medienkonferenz zu. Er stand vor einem Transparent. Darauf zu sehen: der Tunnel, der in Zukunft Wolhusen entlasten soll. Auch ein Bagger war bereits aufgefahren. Dissler wagte eine Zeitreise ins Jahr 2030. «Die langen Staus und die Wartezeiten durch das Dorf Wolhusen sind vorbei. Der Verkehr läuft flüssig, und alle Regionen sind gut erreichbar», prophezeite er. «Die Wirtschaft und der Tourismus werden gestärkt, und viele Arbeitsplätze sind gesichert.»

Momentan ist dies noch Wunschdenken: Die Umfahrung Wolhusen, die ungefähr vom Bahnhof Wolhusen bis zum Dorfende gehen soll, befindet sich im Topf C des Strassenbauprogramms 2019–2022 – will heissen, dass dieses Bauprojekt nicht prioritär vom Kanton behandelt wird. Ziel der Organisatoren ist der Topf B im Strassenbauprogramm ab 2019, welches sich momentan in der Vernehmlassung befindet. Dann nämlich könne man mit der Planung der Umfahrung Wolhusen beginnen, sagte Kantonsrat Dissler.

28 Gemeinden unterstützen Umfahrung

Um sich beim Kanton und den Parlamentariern entsprechend Gehör zu verschaffen, müsse die Interessensgemeinschaft, die aktuell 300 Mitglieder umfasst, weiterwachsen. Unter den Mitgliedern sind einige Kantonsräte auszumachen, und bereits haben auch 28 Gemeinden aus den Regionen Entlebuch, Rottal-Wolhusen und Willisau-Wiggertal ihre Unterstützung zugesichert. «Bereits das beweist doch, wie wichtig diese Umfahrung für die Region ist», sagte Dissler. Auch Gemeindepräsident Peter Bigler (FDP) pocht auf die Umfahrung. «Momentan haben wir ein tägliches Verkehrsaufkommen in Wolhusen im fünfstelligen Bereich. Das ist ein Handicap für das Dorf, für den Tourismus und für das Gewerbe», sagt Bigler.

Doch die Unterstützung auf der Landschaft allein reicht laut Dissler nicht. «Die Stadt und die Agglomeration Luzern müssen mit uns an einem Strang ziehen.» Nachdem die Landschaft sich für den Seetalplatz ausgesprochen habe, erwarte man nun dasselbe von der Agglomeration. Dissler ist optimistisch: «Ich weiss, es stehen noch andere grosse Projekte an, aber ich bin der Meinung, dass wir eine Chance haben.»

Entlebuch soll näher an Luzern rücken

Auch für den Tourismus sei die Umfahrung wichtig, wie Carolina Rüegg, Direktorin Sörenberg Tourismus, sagt. Habe sich der Stau in Wolhusen früher auf einige Tage im Jahr beschränkt, gebe es nun an schönen Wintertagen kaum ein Durchkommen mehr. Die Umfahrung würde das Entlebuch wieder näher an die Stadt bringen.

Ob der Druck der Befürworter auf die Parlamentarier Früchte trägt, wird sich weisen. Die Organisatoren hoffen, 2030 nochmals eine Rede schwingen zu dürfen – und dann auch mit Glas auf den fertigen Tunnel anzustossen.

Martina Odermatt

martina.odermatt@luzernerzeitung.ch

Sie proben bereits einmal für die Eröffnung der Umfahrung Wolhusen: Josef Dissler (Kantonsrat CVP), Peter Bigler (Gemeindepräsident Wolhusen), Caroline Rüegg (Tourismusidirektorin Sörenberg) und Beat Bucheli (Gemeindepräsident von Werthenstein). (Bild: Boris Bürgisser (Wolhusen, 28. November 2017))

Sie proben bereits einmal für die Eröffnung der Umfahrung Wolhusen: Josef Dissler (Kantonsrat CVP), Peter Bigler (Gemeindepräsident Wolhusen), Caroline Rüegg (Tourismusidirektorin Sörenberg) und Beat Bucheli (Gemeindepräsident von Werthenstein). (Bild: Boris Bürgisser (Wolhusen, 28. November 2017))

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