LUZERN: Umweltschützer bremsen Skigebiet-Projekt

Das Baugesuch zum 35-Millionen-Projekt der Bergbahnen Sörenberg liegt auf. Gegen den Skigebiet-Ausbau kündigen Landschafts- und Umweltschutzverbände nun Widerstand an.

Roseline Troxler
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Eine Gruppe Schüler auf der Piste des grössten Luzerner Skigebiets Sörenberg, wo es beim Ausbauprojekt zu Verzögerungen kommt. (Archivbild Manuela Jans)

Eine Gruppe Schüler auf der Piste des grössten Luzerner Skigebiets Sörenberg, wo es beim Ausbauprojekt zu Verzögerungen kommt. (Archivbild Manuela Jans)

Zurzeit liegen in der Gemeinde Flühli und bei der kantonalen Dienststelle Raum und Wirtschaft die Pläne für die Neugestaltung der Bahnanlagen und Gebäude in den Skigebieten Sörenberg Dorf und Rothorn auf. Die Bergbahnen Sörenberg wollen für 35 Millionen Franken die beiden Skigebiete Rothorn und Sörenberg verbinden. Ab dem Winter 2015/16 – ein Jahr später als ursprünglich geplant – sollen die Schneesportler vom neuen Angebot profitieren.

Eine Umfrage bei den Umwelt- und Landschaftsschutzverbänden zeigt, dass diese die Bau- und Konzessionsgesuche skeptisch beurteilen. Zwei Verbände werden den Rechtsweg beschreiten: Die Sektion Unterwalden der Pro Natura bereitet eine Einsprache vor. Und auch die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz wird dies «mit ziemlicher Sicherheit tun».

Bergbahnen werden verhandeln

Fredy Portmann, Verwaltungsratspräsident der Bergbahnen Sörenberg, sagt zur Ankündigung der Umwelt- und Landschaftsschutzverbände: «Wir werden die Formulierung der Einsprachen genau anschauen und mit den Verbänden verhandeln. Eine Trotzhaltung ist in diesem Fall nicht hilfreich.»

Ob aufgrund der absehbaren Einsprachen die Baubewilligung, wie von den Verantwortlichen prognostiziert, bis im kommenden August vorliegen wird, ist offen.