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LUZERN: Unbedingte Freiheitsstrafe für Hanfanbauer

Das Kriminalgericht hat einen Marihuanaproduzenten zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von 21 Monaten verurteilt. Der Mann hatte zum wiederholten Mal im grösseren Stil Hanf hergestellt und verkauft. Der Beschuldigte meldete gegen das Urteil Berufung an.
So könnten die fraglichen Indoor-Anlagen ausgesehen haben (Bild: Archiv Neue LZ)

So könnten die fraglichen Indoor-Anlagen ausgesehen haben (Bild: Archiv Neue LZ)

Der 55-Jährige hatte ab Sommer 2009 während viereinhalb Jahren in einer Wohnung in der Agglomeration eine Hanfindooranlage betrieben und dürfte über 16 Kilogramm Marihuana hergestellt haben. Die Behörden gehen von einem Umsatz von über 100'000 Franken und einem Gewinn von 45'000 Franken aus. Ferner lenkte der Beschuldigte, der geständig ist, unter Drogeneinfluss ein Auto.

Der Hanfanbau war im Januar 2014 im Rahmen einer Aktion gegen den internationalen Kokainhandel entdeckt worden. Der Beschuldigte habe mit seiner fachmännisch eingerichteten Hanfindooranlage ein eigentliches Nebenerwerbseinkommen erzielt, schreibt das Kriminalgericht in seinem am Donnerstag publizierten Urteil.

Das objektive Tatverschulden wiege eher leicht, erklärte dasGericht. Marihuana sei nur eine leichte Droge. Die produzierte Menge Marihuana sei nicht überaus gross gewesen. Es liege aber eine rege deliktische Tätigkeit vor, die auf eine nicht zu bagatellisierende kriminelle Energie schliessen lasse.

Der Beschuldigte war bereits 2010 zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 20 Monaten verurteilt worden, weil er Marihuana angebaut hatte. Dass er noch während dieses früheren Strafverfahrens, nämlich bereits im Sommer 2009, eine neue Hanfindooranlage in Betrieb nahm und diese trotz der Verurteilung weiterbetrieb, wertete das Gericht als Renitenz. Die Strafe müsse deswegen unbedingt vollzogen werden.

Das Kriminalgericht sprach den Beschuldigten von gewissen Vorwürfen, die den Eigenkonsum des Marihuanas betrafen, wegen Verjährung frei. Es verurteilte ihn wegen mehrfachen, teils schweren Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz und des mehrfachen Fahrens in fahrunfähigem Zustand zu einer Freiheitsstrafe von 21 Monaten und einer Busse von 1000 Franken.

Die Staatsanwaltschaft hatte eine teilbedingte Freiheitsstrafe von zwei Jahren und eine bedingte Geldstrafe gefordert. Zudem verlangte er eine Busse von 20000 Franken. (sda)

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