LUZERN: Ungewisse Zukunft für Schulpflege

Auch im Bildungsbereich muss gespart werden. Die Schulpflegen im Kanton Luzern fürchten deshalb um ihren Einfluss.

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Ursi Burkart, Verband Luzerner Gemeinden: «Es besteht ein gewisses Konfliktpotenzial.» (Bild: pd/stefanpeter.ch)

Ursi Burkart, Verband Luzerner Gemeinden: «Es besteht ein gewisses Konfliktpotenzial.» (Bild: pd/stefanpeter.ch)

Derzeit setzen sieben Gemeinden eine Bildungskommission ohne Entscheidungskompetenzen ein (Adligenswil, Buchrain, Ebikon, Emmen, Hochdorf, Root und Udligenswil). In etlichen anderen Luzerner Gemeinden werde aber derzeit ein Modellwechsel diskutiert. Sonja Schumacher-Baumeler, Präsidentin des Verbandes Schulpflegen und Bildungskommissionen Kanton Luzern (VSBL). Sie sieht in der Entwicklung «eine gefährliche Tendenz».

Bei einer Abschaffung der Schulpflege werde mit den angeblich schlankeren, kostengünstigeren Strukturen argumentiert, heisst es von Seiten des VSBL. Für Schumacher ein Trugschluss: «Eine Schulpflege garantiert auch gute Qualität, erlaubt die Diskussion von verschiedenen Meinungen und fällt Entscheide, die vom Volk getragen sind.» Deshalb rufe der Verband dazu auf, sich «den Bestrebungen zur Umwandlung der Schulpflegen in beratende Bildungskommissionen ohne Entscheidungskompetenz entgegenzusetzen.»


 

 

Ismail Osman