LUZERN: Uni muss Fakultät selber zahlen

Das Ringen um die Wirtschaftsfakultät geht weiter. Jetzt ist klar: Der Kanton zahlt nichts und nimmt damit eine Verzögerung des Starts in Kauf.

Lukas Nussbaumer
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Ungewohnte Perspektive aus der Luft auf die Uni Luzern mit dem Bahnhof (links) und dem KKL (hinter dem Uni-Gebäude). (Bild: PD)

Ungewohnte Perspektive aus der Luft auf die Uni Luzern mit dem Bahnhof (links) und dem KKL (hinter dem Uni-Gebäude). (Bild: PD)

Der Kanton Luzern beteiligt sich aus finanziellen Gründen nicht an den Kosten für den Aufbau der Wirtschaftsfakultät an der Uni. Bildungsdirektor Reto Wyss bestätigt Recherchen unserer Zeitung. Das bedeutet, dass die Uni die notwendigen fünf Millionen Franken komplett selber aufbringen muss – und dies ist schwierig: Rektor Paul Richli befindet sich zwar im Gespräch mit potenziellen Sponsoren, Zusicherungen fehlen ihm jedoch. Sowohl er als auch Wyss räumen deshalb ein, dass sich der für Herbst 2014 geplante Start verzögern kann. Reto Wyss sagt: «Wenn es nicht in sehr absehbarer Zeit eine massgebliche finanzielle Zusicherung gibt, wird es mit dem Start im Herbst 2014 eng.»

Semestergebühren bleiben

Trotz der fehlenden Kantonsmittel und der harzigen Suche nach Sponsoren erhöht die Uni die Semestergebühren nicht. Die Semestergebühr beträgt damit für Schweizer Studenten weiterhin 810 Franken. Für Ausländer liegt sie seit Herbst 2012 bei 1110 Franken. Richli befürchtet, dass sich Studenten selbst bei einer nur geringen Gebührenerhöhung eine andere Uni suchen.

Die Uni Luzern verlangt im landesweiten Vergleich die dritthöchsten Gebühren. Nur die Universität der italienischen Schweiz in Lugano (2000 Franken) und die Uni St. Gallen (1226 Franken) belasten Studenten stärker. Am wenigsten zahlen Studenten in Genf (500 Franken) und Neuenburg (515 Franken).

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