LUZERN: Uni: Sollen Ausländer noch mehr zahlen?

Höheren Gebühren für ausländische Studenten – das soll im Uni-Gesetz verankert werden. Rektor Paul Richli findet diese Bestimmung unnötig.

Florian Weingartner
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Studenten lernen in der Bibliothek der Universität Luzern im Uni-Gebäude beim Bahnhof. (Bild Manuela Jans)

Studenten lernen in der Bibliothek der Universität Luzern im Uni-Gebäude beim Bahnhof. (Bild Manuela Jans)

Studenten mit einer Vorbildung im Ausland bezahlen derzeit 1110 Franken pro Semester. Das sind 300 Franken mehr als Studenten mit in der Schweiz absolvierter Vorbildung. Diese Regelung wurde bisher ohne spezifische Gesetzesgrundlage getroffen. Nun soll im Universitätsgesetz ein Passus geschaffen werden, der die Ungleichbehandlung von inländischen und ausländischen Studenten regelt. So sollen Gebühren bis zu einer Höhe ermöglicht werden, bei der die Einnahmen von in- und ausländischen Studenten gleich hoch wären.

Rektor warnt vor Erhöhung

Die Einnahmen pro inländischen Studenten betragen derzeit wegen Kantonsbeiträgen über 12'000 Franken im Jahr. Gemäss Uni-Rektor Paul Richli nimmt die Universität pro ausländischen Studenten dagegen nur rund 5200 Franken jährlich ein. Zu den 2220 Franken Studiengebühren kommen Bundesbeiträge von gegen 3000 Franken.

Richli sagt: «Aus unserer Sicht braucht es diese Bestimmung nicht.» Und weiter führt er aus: «Wollte man diese Bestimmung voll ausschöpfen, würde die Universität von einem Semester auf das andere alle ausländischen Studenten an andere Schweizer Universitäten verlieren.»