Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

LUZERN: Universität muss grössere Drittmittel offenlegen

Erhält die Universität Luzern Drittmittel, muss sie diese ab einer Höhe von 500'000 Franken offen legen. Dies hat der Kantonsrat am Montag in zweiter Lesung des Universitätsgesetzes beschlossen.
Zu diskutieren gab am Montag im Luzerner Kantonsrat, wie transparent die Universität über die finanzielle Unterstützung durch Dritte informieren soll. (Bild: PD)

Zu diskutieren gab am Montag im Luzerner Kantonsrat, wie transparent die Universität über die finanzielle Unterstützung durch Dritte informieren soll. (Bild: PD)

An der Universität Luzern studieren zur Zeit 2600 Personen. 13 Jahre nach der Gründung der Universität Luzern mit ihren drei Fakultäten Theologie, Kultur- und Sozialwissenschaften sowie Rechtswissenschaften wird das Universitätsgesetz revidiert.

Für die Schaffung und Schliessung von Fakultäten ist der Kantonsrat zuständig. Das Parlament legte fest, dass dieser Akt durch das Gesetz erfolgen muss, und somit dem fakultativen Referendum untersteht.

Bereits im neuen Gesetz aufgelistet ist neben den drei bestehenden Fakultäten die Wirtschaftsfakultät, die zwar geplant, aber noch nicht gegründet ist. Der Kantonsrat hatte der Schaffung dieser neuen Abteilung 2012 im Rahmen eines Planungsberichtes gutgeheissen. Voraussetzung ist, dass sie finanzierbar ist.

Referendum möglich

Die SP steht dieser geplanten Gründung kritisch gegenüber. Die Wirtschaftsfakultät sei nicht nötig, die vorgesehene Fremdfinanzierung problematisch.

Die Partei entscheidet am nächsten Samstag, ob sie aus diesen Gründen gegen das Universitätsgesetz das Referendum ergreifen will. SP und GLP lehnten das Gesetz am Montag in der Schlussabstimmung wegen der Wirtschaftsfakultät ab.

Zu diskutieren gab am Montag, wie transparent die Universität über die finanzielle Unterstützung durch Dritte informieren solle. Kaum ein Unternehmen werde ohne Hintergedanken die Universität sponsern, sagte Priska Lorenz (SP, Grosswangen). Eine Offenlegung stärke die Universität als unabhängige und kritische Institution.

Diskussion um Limite

Die SP beantragte, dass die finanzielle Unterstützung durch Dritte ganz offengelegt werden müsse. Die Grünen schlugen eine finanzielle Schwelle von 100'000 Franken, die vorberatenden Kommission 500'000 Franken.

Nach Ansicht von Adrian Bühler (CVP, Eschenbach) ist die von der Kommission vorgeschlagene Limite für eine Offenlegung ausreichend. Das Gesetz schreibe ja vor, dass die Freiheit der Forschung gewährleistet sein müsse, sagte er.

Regierungsrat Reto Wyss sagte, eine gesetzliche Regelung dürfe nicht dazu führen, dass die Universität unbedenkliche Mittel nicht erhalte. Die Ratsmehrheit stimmte dem zu und entschied sich für eine Limite von 500'000 Franken.

In der Schlussabstimmung wurde das revidierte Universitätsgesetz mit 90 zu 21 Stimmen gutgeheissen. (sda)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.