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LUZERN: Unrentables Hotel Palace? Betreiber widerspricht

Das «Palace» steht zum Verkauf. Der Betreiber stellt sich hinter das Fünfsternehaus: Die Umsätze steigen. Ein Mix aus Hotel und Klinik wie in Partnerhotels komme nicht in Frage.
Blick auf das Hotel Palace in der Stadt Luzern. (Bild Philipp Schmidli)

Blick auf das Hotel Palace in der Stadt Luzern. (Bild Philipp Schmidli)

Sandra Monika Ziegler

Es ist kein Geheimnis: 5-Sterne-Hotels sind bei Investoren mehr Liebhaber- als Renditeobjekte. Da macht auch das Luzerner «Palace» keine Ausnahme. Bei der Betreiberin, der Victoria Jungfrau Collection (VJC), bildet das Luzerner Nobelhotel denn auch das Schlusslicht unter den vier Hotels der Gruppe. Darum erstaunt es nicht, dass die Credit Suisse als Eigentümerin über einen Verkauf nachdenkt (Ausgaben vom 4. und 7. Oktober). Nun erklärt Beat Sigg, Verwaltungsratsdelegierter der VJC auf Anfrage, das «Palace» sei durchaus rentabel: «In den letzten drei Jahren konnten wir jährlich zulegen. Und der Trend hält trotz Eurostärke weiter an.» So konnte der Umsatz 2014 laut Geschäftsbericht um rund 0,5 Millionen auf 15,2 Millionen Franken gesteigert werden. Sigg fügt an: «Auch dieses Jahr sieht es gut aus. Die Zahlen dazu werden im nächsten Geschäftsbericht kommuniziert.»

Keine Klinik

Die Victoria Jungfrau Collection ist eine Tochterfirma der Aevis Victoria SA, die stark im Gesundheitsbereich tätig ist. Sie ist schweizweit an 16 Privatkliniken beteiligt. Dass dereinst Patienten im Hotel Palace behandelt werden, schliesst Sigg jedoch aus. Zwar sei dies grundsätzlich weltweit ein Trend, doch Hotel und Spital müssten räumlich klar voneinander getrennt sein. Denn: «Ins Spital muss man, in ein Hotel will man. Für das Hotel Palace ist ein solches Geschäftsmodell aus Klinik mit Hotelbetrieb nicht denkbar. Eine Vermischung der einzelnen Bereiche der Aevis-Victoria SA gibt es nicht.»

Damit das Hotel Palace marktkonform betrieben werden könne, brauche es jährliche Investitionen in Millionenhöhe. Sigg: «Im ‹Palace› wurden in den letzten 15 Jahren rund 50 Millionen Franken investiert. Und um den Standard zu halten, werden pro Jahr weitere 1 bis 3 Millionen Franken investiert.» Das sei zwingend nötig, um keinen Renovationsstau zu haben. Ob sich die VJC selbst für einen Kauf interessiert, wird nach wie vor nicht kommuniziert. Sigg: «Über Wünsche sprechen wir nicht. Wir konzentrieren uns auf das erfolgreiche Führen des Hotels.»

Sigg hält allerdings fest: «Unser Vertrag mit der Eigentümerin, der Credit Suisse, läuft bis 2031. Bis dann sind wir Pächter. Ein Verkauf tangiert den Pachtvertrag grundsätzlich nicht.» Er präzisiert: «Kauf bricht weder Miete, noch Pacht.» Das würde heissen, dass der künftige Käufer den Pachtvertrag übernehmen müsse. Das wiederum will die Credit Suisse auf Anfrage weder bestätigen noch dementieren.

Hauser: «Palace für Luzern wichtig»

Mit Interesse verfolgt Patrick Hauser, Hotelier und Miteigentümer des «Schweizerhof» den geplanten Verkauf: «Für die Marke Luzern und als Tourismusstadt ist das Hotel Palace wichtig. Wir brauchen diese Zimmer der Fünfsterne-Kategorie.» Hauser wünscht sich deshalb für das «Palace» eine «stabile Situation mit einer Kontinuität». Ob der Käufer ein Mäzen wird oder nicht, sei dabei nicht von grosser Bedeutung. «Wichtiger ist die Führung des Hauses.»

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