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Unterirdisches Carparking in Luzern: Hohe Parkgebühr könnte zum Stolperstein werden

120 Franken pro Stunde soll ein Car-Parkplatz im unterirdischen Parkhaus unter dem Schweizerhofquai in Luzern kosten. Das sei zu viel, sagt die SVP. Die Uhren- und Bijouteriegeschäfte könnten sich daran beteiligen, regt die CVP an.
Hugo Bischof
Blick auf den Luzerner Schwanenplatz, der carfrei werden soll. (Bild: Dominik Wunderli, 18. August 2017)

Blick auf den Luzerner Schwanenplatz, der carfrei werden soll. (Bild: Dominik Wunderli, 18. August 2017)

Die Carparkplatz-Problematik in der Stadt Luzern soll durch ein unterirdisches Parkhaus unter dem Schweizerhofquai gelöst werden. Eine von den privaten Initianten in Auftrag gegebene Machbarkeitsstudie zeigt, dass das Projekt finanzierbar ist (wir berichteten). Wir fragten die politischen Parteien in der Stadt Luzern nach ihrer Meinung.

Sowohl die FDP als auch die CVP sind erfreut, dass nun eine Machbarkeitsstudie vorliegt. «Sie bietet eine ernst zu nehmende Diskussionsgrundlage», sagt CVP-Grossstadtrat Roger Sonderegger. FDP-Präsident Fabian Reinhard betont: «Damit ist eine Auslegeordnung zwischen den einzelnen Carparkierungs-Projekten möglich, wie wir das mit einem Vorstoss im Parlament forderten.» Auch für GLP-Fraktionschef Jules Gut ist es wichtig, dass die diversen Lösungsvorschläge «auf Augenhöhe verglichen werden können».

Ein Innenstadt-Parking kommt für die Grünliberalen aber «nur als kurzfristig realisierbare Zwischenlösung» in Frage. Langfristig liege die Lösung der Verkehrs- und Parkplatzthematik in der Realisation einer Metro, sagt Gut. FDP und CVP ihrerseits bevorzugen weiterhin das Parkhaus Musegg. «Dort ist die Zufahrt besser gelöst, dank direkter Anbindung an die Autobahn», so Roger Sonderegger.

Grüne und SP gegen ein Innenstadt-Parking

Gar kein Gehör für das Seeparking Schweizerhofquai haben die Grünen. «Es ist für uns keine Option», betont deren Fraktionschefin Korintha Bärtsch: «Für die nachhaltige Lösung der Carparkierung sollen die Cars nicht ins Stadtzentrum fahren. Wir werden alle Innenstadtparking-Projekte bekämpfen.» Ähnlich sieht es die SP. «Das Seeparking kann Luzerns Verkehrsprobleme nicht lösen, da diese weitestgehend durch den motorisierten Individualverkehr verursacht werden», sagt SP-Fraktionschef Simon Roth. Auch das Car-Problem könne höchstens teilweise gelöst werden, «da die Cars weiterhin in die Innenstadt fahren». Für die SP stehe momentan die vom Stadtrat vorgeschlagene Lösung mit Carparkplätzen auf der Allmend im Vordergrund.

Für die SVP ist die von den Initianten vorgeschlagene Parkgebühr ein Grund, das Seeparking kritisch zu beurteilen. 120 Franken pro Stunde soll ein Parkplatz kosten. «Das ist zu viel und nicht Nachfrage-konform», sagt SVP-Fraktionschef Marcel Lingg. «Da redet man davon, Qualitätstourismus zu fördern. Doch mit solchen Preisen spielt man den unter hohem Preisdruck stehenden Tour-Operators nicht in die Hände.» Die Metro sei noch immer das sinnvollste Projekt.

In Florenz kostet es 300 Euro – pro Tag

Es sei klar, dass sich nicht alle Car-Unternehmen eine so hohe Gebühr leisten können, ergänzt Roger Sonderegger (CVP). «Das Seeparking wird damit zu einem Premium-Produkt, das man mit einem für alle erschwinglichen Parking kombinieren muss – vielleicht etwas weiter entfernt.» Er könnte sich vorstellen, dass sich die Uhren- und Bijouterie-Geschäfte am Schwanenplatz/Grendel an den Parkgebühren beteiligen. Er nennt auch ein paar Vergleichszahlen: Ein Car-Parkplatz kostet in Venedig 150, in Rom 170, in Verona 200 und in Florenz 300 Euro – allerdings nicht pro Stunde, sondern pro Tag.

Visualisierung von der Ausfahrt des Car-Parkhauses unter dem Schweizerhofquai. (Visualisierung: PD)

Visualisierung von der Ausfahrt des Car-Parkhauses unter dem Schweizerhofquai. (Visualisierung: PD)

So würde die Einfahrt für das Seeparking an der Gotthardstrasse aussehen (im Vordergrund die Alpenstrasse). (Visualisierung: PD)

So würde die Einfahrt für das Seeparking an der Gotthardstrasse aussehen (im Vordergrund die Alpenstrasse). (Visualisierung: PD)

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