LUZERN: Untersuchung gegen Ex-LUKB-Chef eingestellt

Der Ex-Chef der Luzerner Kantonalbank, Bernard Kobler, sieht sich nicht länger dem Vorwurf der sexuellen Nötigung ausgesetzt. Die Staatsanwaltschaft hat eine Strafuntersuchung gegen ihn mangels Beweisen eingestellt. Dafür kommt seine Ex-Geliebte an die Kasse.

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Haupteingang der Luzerner Kantonalbank an der Pilatusstrasse in Luzern. (Bild: Keystone)

Haupteingang der Luzerner Kantonalbank an der Pilatusstrasse in Luzern. (Bild: Keystone)

Kobler war von einer ehemaligen Geliebten, mit der er ein gemeinsames Kind hat, im September 2013 der versuchten sexuellen Nötigung bezichtigt worden. Im Dezember 2013 wurde die Strafuntersuchung gegen den damaligen LUKB-Chef publik. Trotz Rückzug der Klage kostete ihm die Affäre schliesslich den Chefposten.

Die Luzerner Staatsanwaltschaft stellte nun ihre Untersuchung gegen den 57-Jährigen, der die Vorwürfe stets bestritten hatte, ein. Dies geht aus der Einstellungsverfügung hervor, in die die Nachrichtenagentur sda am Mittwoch Einsicht hatte.

Der Staatsanwalt fand keine Indizien, die ein strafrechtlich relevantes Handeln belegen. Die Ermittlungen wurden durch den Umstand erschwert, dass die ehemalige Geliebte nach Rückzug der Klage ihre Aussage verweigerte.

Die Strafverfolgungsbehörde verurteilte im Gegenzug die Ex-Geliebte des ehemaligen Bankchefs wegen versuchter mehrfacher Nötigung zu einer bedingten Geldstrafe von 20 Tagessätzen à 80 Franken. Hinzu kommt eine Busse von 200 Franken.

Die Frau hatte in einem Streit um Unterhaltszahlungen für das gemeinsame Kind in mehreren SMS damit gedroht, das uneheliche Kind und ihr Verhältnis mit ihm publik zu machen. Der Strafbefehl wie auch die Einstellungsverfügung sind gemäss Angaben der Staatsanwaltschaft rechtskräftig.

sda