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LUZERN: Urgestalten erobern Lozärn

Dunkle Gesänge, Schwaden von Weihrauch und Furcht erregende Grende: Die Kult-Ur-Fasnächtler treiben in den Gassen der Altstadt ihr Unwesen.
Sandra Monika Ziegler
Die Gruppe X-tra als Wichte mit eigener Höhle im Schlepptau. (Bild: Boris Bürgisser (Luzern, 23. Februar 2017))

Die Gruppe X-tra als Wichte mit eigener Höhle im Schlepptau. (Bild: Boris Bürgisser (Luzern, 23. Februar 2017))

Sandra Monika Ziegler

sandra.ziegler@luzernerzeitung.ch

Mit dem Manifest zur Rettung der Luzerner Fasnacht wurde der Verein im Jahr 1993 gegründet. Seither kämpfen die Kult-Ur-­Fasnächtler mit Kreativität gegen die Banalisierung der Luzerner Fasnacht. Mehr als 100 eingefleischte Fasnächtler sind in 15 Gruppen im Verein organisiert. Ihr Credo ist, mit viel Empathie und Ideenreichtum Know-how zu vermitteln, um damit die ursprüngliche Fasnacht zu fördern und zu erhalten. Für Fasnachtsbegeisterte ist der Einzug der Kult-Ur-Fasnächtler das absolute Highlight. Am Schmutzigen Donnerstag zog der Tross von der Burgerstrasse über die Schnyderbrücke durch die Altstadt in Richtung Weinmarkt.

Raffiniert selbst gemachte Grende und pompöse bis gigantische Wagen sind das Markenzeichen dieser Gruppen. Kein Aufwand ist ihnen zu gross. Kein Wunder führt der Präsident alias Purus Cultus mit stolz gewölbter Brust den Einzug auf den Weinmarkt an. Am Schmudo in der Gestalt von Miss Huerenaff.

Dicht gefolgt von den unverwüstlichen Rätsch-Häxe, dunkel gewandet und mit archaischen Tönen begehen sie ihr 40-Jahr-Jubiläum. Erst das zweite Mal dabei ist die junge Wagenbaugruppe Peramicus aus Ebikon. Dieses Jahr als «Wächter des Jungbrunnens». Mit ihren Echsenkriegern beschwören sie die Jugend.

Gar keine Chance hätte der Winter bei einer Begegnung mit Infinitus. Mit ihrem Feuer speienden Drachen halten sie den Weg frei für den Frühling. Doch Wagenbaugruppen bedienten sich nicht nur aus dem Reich der Fantasie, es gab auch ganz irdische Themen wie etwa die Ernährung. Dafür machten sich Krampus stark. Dahinter steckt das Duo Martin Wigger und Fabian Renggli. Sie präsentierten ihre Theke «Snack Insects» mit eingebauter Ameisenzucht.

Hinweis

Am Rüüdige Samschtig ab 15 Uhr beim Bourbaki-Panorama. Ab 16.30 Uhr Umzug durch die Altstadt.

Nekraxas fingen als Traumfänger alles ein, auch Albträume. (Bild: Boris Bürgisser (Luzern, 23. Februar 2017))

Nekraxas fingen als Traumfänger alles ein, auch Albträume. (Bild: Boris Bürgisser (Luzern, 23. Februar 2017))

Infinitus ziehen mit «Pilatusdrachen» durch die Gassen. (Bild: Boris Bürgisser (Luzern, 23. Februar 2017))

Infinitus ziehen mit «Pilatusdrachen» durch die Gassen. (Bild: Boris Bürgisser (Luzern, 23. Februar 2017))

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