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LUZERN: Urknall und Fötzeliregen: Die Tagwache läutet die Luzerner Fasnacht ein

Punkt 5 Uhr morgens hats geknallt über dem Luzerner Seebecken: Mit dem Urknall begann die Fritschitagwache und damit das Fasnachtstreiben in Luzern. 16'000 Fasnächtler standen auf dem Kapellplatz unter dem Fötzeliregen.
Der Urknall zum Fasnachtsstart. (Bild: Urs Flüeler/Keystone (Luzern, 23. Februar 2017))

Der Urknall zum Fasnachtsstart. (Bild: Urs Flüeler/Keystone (Luzern, 23. Februar 2017))

Mit einem dreifachen, ohrenbetäubenden Urknall ist um 5 Uhr früh die Luzerner Fasnacht eröffnet worden. Tausende Schaulustige und Dutzende Guggenmusigen sind seit dem Morgen auf den Beinen.

Bereits in der morgendlichen Dunkelheit war auf Plätzen und in Gassen der Luzerner Altstadt kein Durchkommen mehr. Ein bunter Haufen aus Einzelmasken, Gruppensujets und Musigen fieberte bei trockenem Wetter und äusserst milden Temperaturen dem offiziellen Fasnachtsauftakt entgegen.

Nach dem Anlegen mit dem Boot beim Schweizerhofquai pflügte sich das Fasnachts-Oberhaupt Bruder Fritschi mit seinem Tross langsam durch das Menschenmeer zum Kapellplatz. Dort ging ein Gewitter von über fünf Millionen Papierschnitzeln über die Fasnächtler nieder.

16'000 Fasnächtler an der Tagwache

Nach Angaben der Polizei strömten dieses Jahr rund 16'000 Teilnehmer und Schaulustige zur Tagwache in die Luzerner Innenstadt. Trotz teils dichten Gedränges in den Gassen und auf Plätzen der Innenstadt blieb der Fasnachtsauftakt friedlich. Es sei bislang zu keinen Zwischenfällen gekommen, sagte ein Sprecher der Luzerner Polizei auf Anfrage.

Dieses Jahr liessen sich rund 2000 Besucher mehr als im Vorjahr die Tagwache nicht entgegen. Vermutlich lockte das milde und trockene Wetter heuer mehr Besucher an. Das bislang grösste Gedränge herrschte 2015. Damals pilgerten fast 18'000 Besucherinnen und Besucher nach Luzern an die Tagwache.

Tagwache ohne Trump-Effekt

Der Start der Luzerner Fasnacht ist laut den Organisatoren rundum geglückt. Das Getümmel in den Gassen war überdurchschnittlich gross. Den umstrittenen US-Präsidenten Donald Trump nahmen sich nur wenige zum Sujet, stattdessen gab es erneut viele Hasen, Politessen und gfürchige Grinden.

Schön mildes Wetter und eine friedliche Stimmung: Die Luzerner Tagwache sei toll gelaufen, sagte Bruno Spörri, Mediensprecher des Lozärner Fasnachtskomitees, auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda.

Der weitaus grösste Teil der Teilnehmer sei verkleidet gewesen, stellte Spörri fest. Er machte viele aufwändige und fantasievolle Sujets aus. Einige hätten aber auch einfach eine lustige Kleiderkombination aus dem Schrank geholt.

Ein eigentlicher Trump-Effekt fand an der Tagwache nicht statt. Die Fasnächtler seien wider erwarten nicht auf diesen «plumpen Zug» aufgesprungen, sagte Spörri. Einige liessen es sich dennoch nicht nehmen und waren mit goldiger Mähne als US-Präsidenten-Figur unterwegs.

Umzug startet um 14 Uhr

Während vier Tagen - Schmutziger Donnerstag, Rüüdiger Samstag, Güdismontag und Güdisdienstag - steht die Stadt im Zeichen der Fasnacht. Höhepunkte neben der Tagwache bilden die Umzüge am Donnerstag und Montag sowie der Monstercorso zum Abschluss am Dienstagabend.

Dieses Jahr wurden in der Luzerner Altstadt strengere Sicherheitsvorkehrungen angeordnet. Die Behörden reagieren mit diesen nicht auf die Angst vor Terroranschlägen, sondern sie wollen damit in den überfüllten Gassen einer Massenpanik vorbeugen.

So wird der Zugang zur Altstadt bei grossem Ansturm eingeschränkt. Der Rathaussteg, der vom Theater zum Rathaus führt, kann in diesen Fällen nur noch altstadtauswärts benutzt werden. Hinzu kommen eine Freihaltezone, beleuchtete Fluchtwegsignale und ein Sanitätsposten auch in der Altstadt.

cv/Tele1/sda/rem

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