LUZERN: VBL drehen Film über Blinde

Die Verkehrsbetriebe Luzern AG vbl schulen ihr Personal. Ziel: Sehbehinderte sollen sich vor und im Bus besser zurecht finden.

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Sehbehinderte sind auf die weissen Linien auf dem Trottoir angewiesen. (Bild: PD / fachstelle sehbehinderung zentralschweiz, David Coulin.)

Sehbehinderte sind auf die weissen Linien auf dem Trottoir angewiesen. (Bild: PD / fachstelle sehbehinderung zentralschweiz, David Coulin.)

Wie kommen Blinde und Sehbehinderte mit dem öffentlichen Verkehr zurecht? Dieser Frage gingen die Verkehrsbetriebe Luzern (vbl) nach. Zusammen mit der Fachstelle Sehbehinderung Zentralschweiz drehten sie einen 15-minütigen Schulungsfilm, mit dem die Buschauffeure für die Bedürfnisse von sehbehinderten Menschen sensibilisiert werden sollen. «Unsere Klienten sind für ihre Mobilität auf den öffentlichen Verkehr angewiesen», wird Stellenleiter Marco Fischer zitiert. «Deshalb sind wir sehr froh um diese Initiative der VBL.»

«Es sind kleine, aber wichtige Dinge», sagt vbl-Teamleiter Ronald Brunner. Er ist froh, mit dem Film die Dienstleistungen gegenüber Menschen mit Seheinschränkung optimieren zu können. «Es ist mir bewusst geworden, wie gefährlich es ist, wenn eine Leitlinie auch nur einen halben Meter unterbrochen ist», sagt er. Gerade beim Bahnhof Luzern stehen aus diesem Grund dringliche Anpassungen an.

Die vbl und weitere ÖV-Unternehmen bieten zudem Halbtageskurse zum Thema «mobil sein und bleiben» an. Experten erklären dabei unter anderem, wie Ampelzusatzgeräte für sehbehinderte und blinde Menschen funktionieren. Die Kurse dauern jeweils vier Stunden.

Die nächsten Kurse finden am 4. Juni in Wolhusen, am 10. und 11. September in Luzern und am 17. September in Sursee statt. Sie sind kostenlos. Kursanfang und Kursende ist am jeweiligen Bahnhof. Anmelden kann man sich bis eine Woche vor Kursbeginn beim Kundendienst der VBL über die Telefonnummer 041 369 65 65.

rem