LUZERN: Verein Benevol vor dem Aus

Seit 13 Jahren koordiniert der Verein Benevol Luzern die Freiwilligenarbeit. Nun droht das Aus, weil der Kanton keine Beiträge mehr sprechen will.

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Der Verein Benevol vermittelt Freiwilligenarbeit für den Kanton Luzern. (Bild: Keystone / Gaetan Bally)

Der Verein Benevol vermittelt Freiwilligenarbeit für den Kanton Luzern. (Bild: Keystone / Gaetan Bally)

avd. Es ist paradox: Der Kanton steht unter Spardruck, dürfte sich also umso mehr über Freiwilligenarbeit freuen. Diese wird seit 2000 im Kanton Luzern von Benevol koordiniert. Der Verein vermittelt zum Beispiel Freiwillige an Institutionen wie die Sterbebegleitung oder die Stiftung Brändi. Seit 2011 bekommt Benevol vom Kanton pro Jahr 50 000 Franken. Noch.

Kaum private Geldgeber

Der Vertrag ist befristet und läuft Ende dieses Jahres aus. Der Kanton hat die Beiträge an die Auflage gebunden, dass Benevol sich künftig selber finanzieren soll. Man kontaktierte Gemeinden, Kirchgemeinden und Vereine, doch mehr als vier Partner konnten nicht gewonnen werden, wie Hanspeter Herger, Präsident von Benevol Luzern, auf Anfrage erklärt: «Die Eigenfinanzierung ist deshalb gescheitert.»

Man habe auch Stiftungen angefragt, angeboten worden seien aber nur einmalige Zahlungen. «Uns fehlt es an der Basisfinanzierung», sagt Herger konsterniert. Die Freiwilligenarbeit und die Unterstützung einer kantonalen Dachorganisation müssten als Grundauftrag von der öffentlichen Hand getragen werden: «Es braucht Gelder der öffentlichen Hand, sonst müssen wir per Ende dieses Jahres den Verein auflösen.»

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