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LUZERN: Verein plant Nord-Bahnhof beim Rotsee

Ein Verein bekämpft den Luzerner Tiefbahnhof. In einer neuen Variante stellen sie ein Konzept für einen neuen Bahnhof vor – für 700 Millionen Franken.
Der Verein «Bahndreieck Luzern Nord» setzt sich für einen Bahnhof beim Friedental ein. (Bild: zvg)

Der Verein «Bahndreieck Luzern Nord» setzt sich für einen Bahnhof beim Friedental ein. (Bild: zvg)

Der Kanton Luzern plant, die Probleme im öffentlichen Verkehr mit einem Tiefbahnhof zu lösen. Das Stimmvolk hat zu einem Vorprojekt 20 Millionen Franken bewilligt. Wie teuer der Tiefbahnhof wird, ist offen. Es wird mit Kosten von sicher über 1,5 Milliarden Franken gerechnet.

Ausbau zum Luzerner Bahnhof

Diese Zahl werde nicht reichen, sagt ein neu gegründeter Verein «Bahndreieck Nord Luzern» unter dem Vorsitz des ehemaligen CHance 21-Grossstadtrats Viktor Rüegg. Der Verein präsentiert deshalb eine Alternative. Die Bahnlinie von Sursee her soll in einer Schlaufe an den Rotsee verbunden werden. Beim Friedental, wo heute die Familiengärten sind, könnte ein neuer Bahnhof mit vier Perronkanten entstehen. «Aus der Froschperspektive der Stadtbewohner ist der Bahnhof vielleicht am Ende der Welt. Aus Sicht der Agglomeration ist er aber im Zentrum», sagt Martin Simmen, der das Konzept entwickelt hat. Dafür müsste aber am Rotsee eine Doppelspur erstellt werden. Und um für den Luzerner Hauptbahnhof eine bessere S-Bahn-Anbindung zu erhalten, ist im Konzept ein drittes Gleis von der Fluhmühle zum Bahnhofplatz vorgesehen. Simmen rechnet mit Kosten von 700 Millionen Franken. Die Summe basiert teilweise aber auf verjährten und im angepassten Agglomerationsprogramm korrigierten Zahlen. So hat der Bund alleine für den Ausbau der Doppelspur am Rotsee 600 Millionen Franken zurückgestellt. Simmen rechnet hier hingegen bloss mit 190 Millionen Franken.

Nationalrat entscheidet im Juni

«Der Tiefbahnhof Luzern ist eine deutliche Fehlplanung. Wir wollen eine Alternativlösung aufzeigen», sagt Vereinspräsident Viktor Rüegg. Im politischen Prozess dürfte diese Alternative eine geringe Chance haben. Der Ständerat hat bereits im Dezember den Luzerner Tiefbahnhof in die Liste der Ausbauprojekte bis 2030 aufgenommen, der Nationalrat wird darüber im Juni entscheiden.

Christian Bertschi

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