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LUZERN: Vereinigte Ausgelassenheit im KKL

Die Guugger-Gala mischte Schlagerhits und klassische Musik mit fasnächtlichen Elementen auf. Die Stimmung war ausgelassen – trotz Konfettiverbot.
Ines Häfliger
Schwingerkönig Matthias Sempach trat an der Guugger-Gala auf. Rechts neben ihm Komiker Herr Igi. (Bild: Boris Bürgisser (Luzern, 13. Januar 2018))

Schwingerkönig Matthias Sempach trat an der Guugger-Gala auf. Rechts neben ihm Komiker Herr Igi. (Bild: Boris Bürgisser (Luzern, 13. Januar 2018))

Ines Häfliger

stadt@luzernerzeitung.ch

Ausgelassene Stimmung im Konzertsaal des Kultur- und Kongresszentrums Luzern (KKL). Es wird laut gepfiffen und einander zugerufen – man scheint sich zu kennen. Die Besucher tragen farbige Perücken, Glitzerkostüme, ausgefallenen Federschmuck. Mit neonpinken Stäben weibeln die Dirigenten der Ensembles herum. Die Kleider der rund 200 Orchester- und Chormitglieder schillern in Regenbogenfarben, einige von ihnen tragen Baumeisterhelme, andere Jodlertracht.

Die fünfte Jahreszeit ist im KKL angekommen. Wo sich sonst internationale Stardirigenten und Topmusiker die Klinke in die Hand geben, tummelte sich am Samstagabend Luzerns Fasnachtsszene. Die dritte Guugger-Gala wurde – wie schon die Ausgaben 2000 und 2012 – von den «Vereinigten» organisiert, dem grössten Zusammenschluss von Guugggenmusigen und Wagengruppen der Zentralschweiz.

Auch wenn das Motto «Eine UnSinnfonie mit Chorchester» und die Verkleidungen der Fasnächtler nicht ganz KKL-kompatibel waren – totale Narrenfreiheit herrschte dann doch nicht. «Bitte lasst die Konfetti in euren Taschen», instruierte OK-Präsident Martin Bucherer das Publikum mit einem Augenzwinkern.

«Viele Musiker sind sehr talentiert»

Dem Publikum gefiel’s. «Das Konzert ist etwas Einmaliges; hier sieht man einmal eine andere Facette der Guuggenmusiker – viele sind sehr talentiert», meinte eine Besucherin, die aus dem Seeland angereist war. Mit dieser Meinung war sie nicht allein. «Die Guugger-Gala bringt endlich mal Stimmung ins KKL», sagten zwei Krienser. Ihre Mutter sei als Chormitglied ständig am Üben gewesen, so die beiden Brüder. Die Proben starteten letzten April. Initiiert wurde das Projekt aber bereits im Mai 2015.

Der eigens für die Guugger-Gala ins Leben gerufene «Vereinigte Chor» besteht aus 90 Sängern, von denen zahlreiche Mitglieder der «Vereinigten» sind. Auch einige Mitglieder des Luzerner Kinder- und Jugendchors machten mit. Zusammen mit dem «Orchester der fünften Jahreszeit» gab der «Vereinigte Chor» nicht nur gängige Schlagerhits zum Besten (etwa «So ein schöner Tag»), sondern wagte sich auch an anspruchsvollere klassische Werke heran, die mit fasnächtlichen Elementen aufgemischt wurden. Aber auch Eigenkompositionen und Arrangements der «Chorchester»-Dirigenten Seppi Krummenacher und Emil Roos wurden gespielt.

Mit viel Witz und Humor führte Patrick Degen alias Herr Igi durch den Abend. Der Luzerner Komiker nahm Fussballer, Politiker, Veganer, Schwingerkönige erbarmungslos auf die Schippe. «Die Qualität der Guugger-Gala hat ein bedenklich hohes Niveau erreicht – deshalb haben wir die Regierungsräte als Gastmusiker eingeladen», witzelte Igi. Plötzlich stand Schwingerkönig Matthias Sempach höchstpersönlich auf der Bühne. Aus «Rache» für dessen frechen Sprüche packte er Igi kurzerhand auf seine breiten Schultern und trug ihn von dannen. Die Musiker und Sänger intonierten dazu passenderweise – das Sempacherlied.

Als die Guugger-Gala fertig war, wurde im «Schweizerhof» fröhlich weiter gefeiert – dort mit Konfetti. Wann die nächste Guugger-Gala stattfinden wird, steht noch in den Sternen.

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