LUZERN: Verkehrshaus wird zum Container-Terminal

Die Arena im Verkehrshaus verwandelt sich in ein temporäres Container-Terminal. Bis Mitte Oktober läuft die Sonderausstellung «Cargo – Faszination Transport».

Pd/Rem
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Ein Besucher fotografiert die Container im Verkehrshaus. (Bild: Photopress / Alexandra Wey)

Ein Besucher fotografiert die Container im Verkehrshaus. (Bild: Photopress / Alexandra Wey)

Im Zentrum der Sonderausstellung, die bis zum 20. Oktober zu sehen ist, stehen rund vierzig Container in verschiedenen Varianten, Logistik-Geräte und Transporter. Die Container dienen als Ausstellungs- und Interaktionsräume, in denen Transportketten zu sehen sind. «Damit erhält Logistik ein Gesicht und wird greifbar», schreibt das Verkehrshaus in einer Mitteilung.

Den Besuchern werden laut Mitteilung «authentische und repräsentative Objekte, Dokumente und Fallbeispiele präsentiert – spannend und mit einem hohen Grad an Interaktivität». In den Containern erleben die Besucher Geschichte und Geschichten rund um den Globus. Zudem haben sie die Gelegenheit selbst aktiv zum Beispiel einen Hubstapler auszuprobieren, um zu erfahren wie viel Fingerspitzengefühl es braucht, oder im Führersitz eines Reach Stackers (Hubstapler im XXL-Format) Platz zu nehmen.

pd/rem

Bild: Photopress / Alexandra Wey
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Diese Schwerpunkte bietet die Ausstellung

Kids Cargo – Im Logistik-Spielplatz hantieren die Kleinen mit Klötzen in verschiedenen Farben und Formen als Transportgut. Lkw, Schiff, Flugi und Zug erlauben ihnen die Güter zu transportieren. Zwei Seecontainer dienen als Logistikcenter, Portalkran und Hubstapler ermöglichen den Umschlag. Als Hafen dient das Wasserbecken in der Arena. Kids Cargo lädt mit Hubstaplern, Rollbändern, Kranen und Minicontainern ein zum Sortieren und Sammeln, Transportieren und Umschlagen.

Rheinhäfen– Im Doppelcontainer mit 58 m² finden die Besucher ein begehbares Luftbild 1:2000, das die Hafenanlagen der Schweizer Rheinhäfen zwischen Basel und Rheinfelden zeigt. Dank der fantastischen Bildauflösung kann man fast den Arbeitenden zusehen. Weiter zeigen Film- und Bilddokumentationen die aktuellen und geplanten Hafenanlagen im Raum Basel und deren Umschlag.

Blinde Passagiere – Dieser Container zeigt anschaulich, dass nicht nur Menschen als blinde Passagiere gelten und mit dem Gütertransport nicht immer nur die bestellten Waren kommen. Weltweit gelten Regeln, um den ungewollten Austausch beziehungsweise Import von ortsfremden Organismen zu verhindern (Pflanzen, Mikro-Organismen, Tiere) – und trotzdem surrt im Tessin die Tigermücke.

Zeit-Reise – Die Frachtmengen explodieren. Nicht nur der Mensch reist immer weiter und häufiger, auch die globalen Güterströme wachsen exponentiell. Um diese Frachtmengen zu transportieren, werden die Frachtschiffe immer gigantischer. Eine Modellreihe von Schiffen veranschaulicht das Wachsen des Warenstroms seit dem 19. Jahrhundert.

Orangen-Truck – Wo kommt die Orange her, wo geht sie hin und wie funktioniert das, bis sie im Geschäft zu kaufen ist. Eine eindrückliche Fotostrecke dokumentiert die Reise der Orangen von Sizilien bis auf unseren Tisch. Ebenso können die Besucher in die Fahrerkabine eines modernen Lastwagens einsteigen, der im Alltag für den Transport von Seecontainern und Wechselbrücken eingesetzt wird.

Teddybär auf Schienen – Dieser Ausstellungsteil veranschaulicht die Bedeutung der Gütertransporte auf der Schiene von, nach, durch und innerhalb der Schweiz. Die Besucher lernen am Beispiel eines Teddybären die lange Reise von China bis ins Spielwarenregal in der Schweiz kennen. Ein Containerwagen zeigt, dass die Bahn selbst im Gebirge ein starkes Glied in der Transportkette des kombinierten
Verkehrs bildet.

Risiko– Der Ursprung der heutigen Versicherungen liegt im Transportwesen. Sie dienen als Schutz vor den Risiken eines Verlustes oder von Beschädigungen. Viele Güter werden auf ihren Reisen wohin und womit auch immer versichert, ob ein Bild von Picasso, eine Turbine von Andritz Hydro oder Rohstoffe, denn häufig sind die Folgekosten bei einem Vorfall viel höher als der Verlust selber.

Clever– Der nachhaltige Supermarkt ist konzipiert als Wanderausstellung und aufgebaut wie ein echter Supermarkt. Darin wird fiktiv ein Einkauf getätigt, der am Schluss an der Kasse nach ökologischen und sozialen Kriterien bewertet wird. Die Ausstellung zeigt Wege auf zum bewussteren Einkaufen und verantwortungsvollen Konsum in der Schweiz.

Schattenwirtschaft– erlaubt einen Blick hinter die Kulissen bzw. in den Sicherheitstresor der Eidgenössischen Zollverwaltung (EZV) und zeigt was bei Kontrollen so alles gefunden und beschlagnahmt wird. Die EZV sorgt für einen reibungslosen grenzüberschreitenden Waren- und Personenverkehr und schützt uns, indem sie den Import von nicht autorisierten Waren und Lebewesen (v.a. nicht erlaubte Medikamente, Fälschungen, Tiere usw.) verhindert.

Luftfracht– Wer weiss, was so alles mit Luftfracht transportiert wird? Passagiere und Fracht / Fracht und Passagiere oder beides? Die Volumen der Luftfracht sind im Vergleich zur Seefracht bescheiden aber wertmässig sehr gross. Alles was eilt und alles was kostbar ist, wird in der Regel dem Flugzeug anvertraut.

Zeit ist Geld – Die Wechselbrücke ist das „Landei“ unter den Containern, nämlich mit Beinen. Auf Stelzen steht er bereit, wird beladen, der LkW unterfährt ihn, nimmt ihn Huckepack und braust davon; und die Innenraummasse sind erst noch perfekt auf Europaletten abgestimmt.

Minus 5 Grad – Der begehbare Kühlcontainer in der Ausstellung zeigt erwartete und unerwartete Kühlgüter und präsentiert sie wie Kunstwerke. Für den Transport von Nahrungsmitteln, Medikamenten, Blumen und weiteren empfindlichen Gütern spielt er mit seiner konstanten Temperatur eine wichtige Rolle.