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LUZERN: Verkehrsverbund knackt 100-Millionen-Marke

Der Verkehrsverbund Luzern (VVL) verzeichnete 2014 Rekord-Fahrgastzahlen. Zum ersten Mal wurden mehr als 100 Millionen Fahrgäste transportiert.
Noch nie benützten so viele Passagieren den VVL wie im vergangenen Jahr. (Bild: Boris Bürgisser / Neue LZ)

Noch nie benützten so viele Passagieren den VVL wie im vergangenen Jahr. (Bild: Boris Bürgisser / Neue LZ)

Im Auftrag des Verkehrsverbundes Luzern (VVL) transportierten die 13 beteiligten Transportunternehmen letztes Jahr erstmals über 100 Millionen Fahrgäste. Im Vergleich zum Gründungsjahr 2010 entspricht das einem Wachstum von rund 20 Prozent, wie der VVL am Donnerstag mitteilte. Im selben Zeitraum baute der VVL gemessen an der Anzahl Kurskilometer das öV-Angebot um rund 10 Prozent aus.

Der schweizweit erkennbare Trend zu längeren Tagesdistanzen setzte sich fort und widerspiegelt sich bei der Entwicklung der Personenkilometer. Zwischen 2010 und 2014 steigerte sich die Anzahl Personenkilometer um rund 30 Prozent.

Höhere Abgeltungen – besserer Kostendeckungsgrad

Der VVL leistete letztes Jahr Abgeltungen von 77,3 Millionen Franken an die 13 Transportunternehmen. Aufgrund des markanten Angebotsausbaus mit dem Fahrplan 2014 nahmen die Abgeltungen des VVL im Vergleich zum Vorjahr um rund 6 Prozent zu. Trotz der höheren Ausgaben konnte der Kostendeckungsgrad erneut gesteigert werden und beträgt nun 52,3 Prozent. Verantwortlich dafür seinen unter anderem Effizienzsteigerungen bei den Transportunternehmen und ein überproportionales Wachstum bei den Erlösen, heisst es in der Mitteilung weiter.

Der übrige Betriebsaufwand des VVL lag rund 1,2 Millionen Franken über dem Vorjahr. Hauptgrund waren die Ausgaben für die Umsetzung des neuen Tarifzonenplans. Dem standen auf der Einnahmenseite weniger Beiträge von Kanton und Gemeinden gegenüber. Sie wurden im Rahmen des kantonalen Sparpakets (Leistungen und Strukturen I) um 0,4 Millionen Franken gekürzt. Der daraus entstandene Verlust wird über den positiven Ergebnisvortrag der vergangenen Jahre ausgeglichen.

Steigerung bei Passepartout

2014 erzielte der Tarifverbund Passepartout einen Umsatz von 102,1 Millionen Franken. Dies entspricht einer Steigerung von 4,4 Prozent gegenüber 2013. In der Geschichte von Passepartout wurden noch nie so viele Abos verkauft wie im vergangenen Jahr. Mit den neuen Tarifzonen vereinfachte Passepartout auf den vergangenen Fahrplanwechsel im Dezember 2014 das Reisen im öV.

Fahrgäste unzufrieden mit der Pünktlichkeit

«Um den Erfolg des öV fortzuführen, müssen wir die Zuverlässigkeit der Busse in der Stadt und Agglomeration verbessern», sagt Daniel Meier, Geschäftsführer des VVL. Die regelmässigen Kundenbefragungen des VVL zeigen, dass die Fahrgäste immer unzufriedener mit der Pünktlichkeit zu Hauptverkehrszeiten in der Stadt und Agglomeration Luzern werden. Von 2006 bis 2014 reduzierte sich die Punktzahl um 12 Punkte und liegt nun bei 56 von 100 möglichen Punkten. Deshalb setzt sich der VVL weiterhin für Massnahmen zur öV-Bevorzugung, wie etwa Busspuren oder Verkehrsmanagementanlagen, ein.

pd/zim

HINWEIS
Geschäftsbericht 2014 des Verkehrsverbundes Luzern.

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