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LUZERN: Verteilaktion der Jungen Grünen gegen Foodwaste

Unter dem Motto „fuck foodwaste“ verteilten die Jungen Grünen in Luzern gratis Essen mit Lebensmitteln, die der Detailhandel nicht mehr für den Verkauf wollte. Mit der Aktion wollen sie auf das Thema Lebensmittelverschwendung aufmerksam machen.
Ein Dreigangmenü aus Salat, Kartoffel-Gemüse-Gratin und Brownies mit Fruchtsalat wurde zubereitet. (Bild: PD)

Ein Dreigangmenü aus Salat, Kartoffel-Gemüse-Gratin und Brownies mit Fruchtsalat wurde zubereitet. (Bild: PD)

Am Samstagnachmittag haben die Jungen Grünen gratis selbstgekochtes Essen den Passantinnen und Passanten auf dem Mühleplatz verteilt. Ein Dreigangmenü aus Salat, Kartoffel-Gemüse-Gratin und Brownies mit Fruchtsalat wurde aus Lebensmitteln, die der Detailhandel nicht mehr im Verkauf wollte, zubereitet. 90 % der verteilten Lebensmittel wurden von der Schweizertafel geliefert, wie die Jungen Grünen in einer Medienmitteilung schreiben.

«Wir mussten nur ganz wenige Lebensmittel dazukaufen um ein ganzes Menü zu ermöglichen», erklärt der ausgebildete Koch und Co-Präsident der Jungen Grünen Jona Studhalter. Die Reaktionen der Passantinnen und Passanten hätten von positiv überrascht bis zu begeistert gereicht. «Die Menschen sind offen für das Thema und finden es wichtig, dass mit einer solchen Aktion darauf aufmerksam gemacht wird», freut sich Mauro Schmid, Organisator der Aktion.

Für die Jungen Grünen ist es äusserst bedenklich, dass ein Grossteil der im Detailhandel weggeworfenen Nahrungsmittel weder abgelaufen noch ungeniessbar ist. Für Studhalter ist zudem klar: «Das Schweizer Lebensmittelgesetz muss überarbeitet werden. Nur so kann effektiv gegen Foodwaste vorgegangen werden. Der Staat muss hier Verantwortung übernehmen und einen gesetzlichen Rahmen gegen Foodwaste schaffen.»

Mit Ihrer Verteilaktion wollen die Jungen Grünen darauf aufmerksam machen, dass in der Schweiz nach wie vor jährlich rund 2.3 Millionen Tonnen Lebensmittel in den Abfall geworfen werden. Das sind mehr als 300 Gramm pro Person und Tag und entspricht rund einem Drittel der Gesamtmenge der in der Schweiz verkauften Lebensmittel. «Diese Zahlen sind äusserst bedenklich, insbesondere daher, dass eine Grosszahl der weggeworfenen Nahrungsmittel noch ohne Bedenken essbar gewesen wäre», meint Schmid. Er führt weiter aus: «Unser Umgang mit Nahrungsmittel ist verschwenderisch und kann auf Dauer nicht nachhaltig sein. Wir Jungen Grünen setzen uns deshalb für einen verantwortungsvollen Umgang mit Lebensmitteln ein.»

pd/fmü

Beim Mühleplatz verteilten die Jungen Grünen gratis Essen. (Bild: PD)

Beim Mühleplatz verteilten die Jungen Grünen gratis Essen. (Bild: PD)

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