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LUZERN: Verwilderte Kirschlorbeerpflanzen werden zunehmend zum Problem

Rund um Luzern verändern verwilderte Kirschlorbeerpflanzen den Lebensraum Wald und beeinträchtigen die natürliche Verjüngung. Nun reagiert die Stadt Luzern und dezimiert den Kirschlorbeer in öffentlichen Anlagen und im Wald.
Martin Sutter von der Stadtgärtnerei beim Roden von Kirschlorbeerpflanzen an der Taubenhausstrasse. (Bild: pd)

Martin Sutter von der Stadtgärtnerei beim Roden von Kirschlorbeerpflanzen an der Taubenhausstrasse. (Bild: pd)

Als kostengünstige und pflegeleichte Heckenpflanze erfreut sich der immergrüne Kirschlorbeer nach wie vor grosser Beliebtheit in unseren Gärten, heisst es in einer Medienmittei8lung der Stadt Luzern vom Mittwoch. Doch in den letzten Jahren taucht der ursprünglich aus Kleinasien stammende immergrüne Strauch immer häufiger in unseren Wäldern auf, wo er dichte Bestände bildet und mit seinem Blattwerk die natürliche Verjüngung des Waldes behindert.

Die Stadt Luzern hat die Problematik erkannt: In öffentlichen Anlagen hat die Stadtgärtnerei seit letztem Herbst Kirschlorbeerpflanzen auf einer Fläche von fast 1000 Quadratmeter gerodet, weitere Massnahmen sind geplant.

Im Wald setzte das Stadtforstamt seine Anstrengungen fort: Mit grossem Aufwand wurden Teile des Wesemlin-, Gigeli- und Dreilindenwalds von Kirschlorbeer befreit.

Doch damit ist es nicht getan, denn bislang konnte nur ein kleiner Teil der an die Siedlungen angrenzenden Wälder in Angriff genommen werden. Kommt hinzu, dass die bearbeiteten Wälder regelmässig kontrolliert werden müssen.

Solange der Nachschub aus den angrenzenden Gärten weiterhin fast grenzenlos ist, kann sich der Kirschlorbeer immer wieder neu ansiedeln.

Da beim Kirschlorbeer im Gegensatz zu anderen invasiven Problempflanzen noch kein Pflanzverbot besteht, ist es wichtig, dass Garten- und Hauseigentümerinnen freiwillig auf Neupflanzungen verzichten und bestehende Kirschlorbeer-Pflanzungen nach Möglichkeit entfernen.

Die Stadt Luzern bietet Einwohnern Beratungen vor Ort zur naturnahen Gartengestaltung an. Zudem können einheimische Wildsträucher als ökologisch sinnvolle Alternative zum Kirschlorbeer gratis bezogen werden.

pd/zim

HINWEIS

Weitere Informationen: www.luzerngrünt.ch

Durch Vögel gelangen die Samen der Kirschlorbeerfrüchte aus den Gärten in den Wald. (Bild: pd)

Durch Vögel gelangen die Samen der Kirschlorbeerfrüchte aus den Gärten in den Wald. (Bild: pd)

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