LUZERN: Volksmotion gegen Verlosung der Marronistände

Der Streit um die Marronistände geht weiter: Mehrere hundert Bürger wehren sich gegen die von der Stadt Luzern beschlossene Verlosung der Marroni-Stände.

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Gegen die Verlosung der Marroni-Stände gibt es Widerstand aus der Bevölkerung. (Bild: Pius Amrein)

Gegen die Verlosung der Marroni-Stände gibt es Widerstand aus der Bevölkerung. (Bild: Pius Amrein)

In nur einer Woche haben über 1000 Bürger der Stadt Luzern die «Volksmotion gegen die Verlosung der Marronistände und Standplätze» unterzeichnet, wie Mitinitiant Felix von Wartburg mitteilt. Für die Zulassung der Volksmotion sind 100 Unterschriften nötig. Derzeit liegen die Unterschriftenbögen zur Prüfung bei den Behörden.

Die Volksmotion verlangt, dass die Stadtbehörde ihren Entscheid, das Betreiben ihrer vier Marronistände per Losentscheid zu vergeben, rückgängig macht. Zwischen Marroniverkäufern, Standort und Kundschaft bestehe eine oft langjährige, mit viel Engagement aufgebaute Beziehung, deren Fortbestand nicht durch ein Zufallslos entschieden werden soll. Eine Mehrheit verlangt mit der Motion, dass von jeder Art von erzwungener und diskriminierender Rotation bei Marroniverkäufern oder deren Standorten Abstand genommen wird.

Die Stadt Luzern zählt auf öffentlichem Grund vier Marroni-Stände. Diese befinden sich Unter der Egg, auf dem Mühlenplatz, in der Pilatusstrasse und auf dem Bahnhofplatz bei der Seebrücke. Die Stadt Luzern hatte am 7. November bekanntgegeben, die Verlosung der geplanten vier Verkaufsorte um einen Monat auf Dezember zu verschieben (siehe Link). Auf eine Ausschreibung der vier Standplätze gingen sieben Gesuche ein. Sechs davon erfüllten die Vorgaben.

rem