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LUZERN: Vom Ferienpass zum Ferienhort?

Auch dieses Jahr besteht beim Ferienpass die Möglichkeit, die Kinder den ganzen Tag beaufsichtigen zu lassen. Nun werden Forderungen laut, das Angebot auf die Frühlings- und Herbstferien auszudehnen.
Isabelle Jost
Kinder an einem Anlass des letztjährigen Ferienpasses auf dem Maihof-Schulhausplatz. (Bild: Nadia Schärli (Luzern, 18. Juli 2016))

Kinder an einem Anlass des letztjährigen Ferienpasses auf dem Maihof-Schulhausplatz. (Bild: Nadia Schärli (Luzern, 18. Juli 2016))

Isabelle Jost

region@luzernerzeitung.ch

Am 10. Juli startet der Ferienpass in der Agglomeration Luzern. Während der Sommerferien können Kinder und Jugendliche an einem vielseitigen Freizeitangebot teilnehmen. Seit 2015 besteht zusätzlich die Möglichkeit, mit der Tagesanimation Kinder zwischen den Angeboten im Ferienpasszentrum im Schulhaus Maihof beaufsichtigen zu lassen. Sie werden dort von 9 bis 17 Uhr durchgehend betreut und essen gemeinsam zu Mittag.

Das neue Angebot war sehr gefragt und wurde 2016 auf fünf Ferienwochen ausgedehnt. Auch dieses Jahr können Eltern diese Möglichkeit nutzen. Insgesamt stehen pro Tag 25 Plätze zur Verfügung. Für den Fall einer sehr grossen Nachfrage steht sogar zusätzliches Personal bereit, wie Manuel Haussener, Organisator des Ferienpasses, erklärt.

Finanziert wird das Angebot von der Stiftung Ferienheim, welche aus dem Verkauf der ehemaligen städtischen Ferienhäuser hervorgegangen ist. Übrig bleiben, nach Abzug der Elternbeiträge von 5 Franken pro Tag, noch Kosten von 163 500 Franken, die von Sponsoren sowie den 17 Ferienpass-Gemeinden getragen werden.

Dass die Tagesbetreuung während der Ferienzeit zunehmend nachgefragt wird, ist wenig verwunderlich. Viele Eltern müssen während der Schul­ferien arbeiten und haben Schwierigkeiten, das Ferienprogramm der Kinder zu begleiten.

Betreuung wird Thema im Grossen Stadtrat

Zu diesem Thema wird sich bald auch das Luzerner Stadtparlament äussern müssen. Die GLP hat ein Postulat eingereicht mit der Forderung, auch während der Oster- und Herbstferien mehr Tagesangebote zu schaffen.

Roger Häfeli, Bereichsleiter Freizeit und Partizipation bei der Stadt Luzern, sagt dazu: «Wir sind uns der gesellschaftlichen Entwicklung bewusst und passen das Angebot für die Oster- und Herbstferien laufend an.» Konkret werden dann in der Stadt jeweils die Kreativ- und Sportwochen durchgeführt. Diese seien bereits durch Halbtags- und Ganztagsprogramme ergänzt worden, sagt Häfeli. Durch den Einbezug verschiedener Standorte in den Quartieren könnten Kinder zudem die Wege allein bestreiten.

Allerdings seien die Kreativ- und Sportwochen im Frühling und Herbst nicht ganz mit dem sommerlichen Ferienpass vergleichbar. «Das Programm des Ferienpasses ist bewusst so konzipiert, dass die Kinder und Jugendlichen spontan entscheiden können, welche Aktivitäten sie nutzen möchten. Dies soll dem Feriencharakter der Sommerzeit Rechnung tragen», erklärt Roger Häfeli. Bei der Kreativ- und Sportwoche melden sich die Kinder hingegen für ein verbind­liches Wochenprogramm an. «Es soll den Kindern Gelegenheit bieten, die verschiedenen lokalen Vereine der Stadt kennen zu lernen.» Da die Kurse von den Vereinen selber organisiert werden, sind Ganztagesangebote schwieriger umzusetzen.

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