LUZERN: Von der Seitenlinie in den Knast

Ein 54-jähriger Versicherungsmakler, der bis vor kurzem auch Trainer beim FC Nottwil war, soll Familie und Geschäftspartner im grossen Stil betrogen haben. Jetzt sitzt er in Haft. Ein Kollege ebenfalls.

Pascal Imbach und Thomas Heer
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Stacheldraht und eine Überwachungskamera sind im Gefängnis eine alltägliche Ansicht. (Symbolbild) (Bild: Keystone / Alessandro Della Bella)

Stacheldraht und eine Überwachungskamera sind im Gefängnis eine alltägliche Ansicht. (Symbolbild) (Bild: Keystone / Alessandro Della Bella)

Da kommt einiges zusammen. Weil ein 54-jähriger Geschäftsmann sowohl beruflich als auch privat Gelder in unbekannter Höhe erschlichen haben soll, sitzt er nun in Untersuchungshaft. Ebenso ist ein Kollege des ehemaligen Fussball-Trainers inhaftiert worden. Die zuständige Staatsanwaltschaft bestätigt dies. «Geprüft werden Betrugsdelikte im Zusammenhang mit seiner beruflichen Tätigkeit», sagt Sprecher Urs Wigger. Weitere Details kann er aufgrund des laufenden Verfahrens nicht bekannt geben.

Auch die ehemalige Lebenspartnerin des Mannes hat Anzeige erstattet. «Er hat meinen Sohn aus einer früheren Beziehung um sein Erbe betrogen», sagt sie unserer Zeitung gegenüber. In diesem Fall gehe es um 50 000 Franken. Die Frau spricht aber von «vielen weiteren Fällen» des Betrugs. Insgesamt könnte die Schadensumme «in die Millionen» gehen, glaubt sie.