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Luzern von Gewittern am stärksten betroffen

Kräftige Niederschläge füllten im Kanton Luzern in der Nacht auf Mittwoch mehrere Keller und Garagen. In Egolzwil wurde 57 Millimeter pro Quadratmeter gemessen. Das ist mehr als die Hälfte der Niederschlagsmenge eines Monats.
Roger Rüegger
Nicht nur im Kanton Luzern, auch über dem Zugersee entluden sich am Dienstagabend zahlreiche Blitze. Bild: Florian Schäfer (Zug, 22. Mai 2018)

Nicht nur im Kanton Luzern, auch über dem Zugersee entluden sich am Dienstagabend zahlreiche Blitze. Bild: Florian Schäfer (Zug, 22. Mai 2018)

Einem sonnigen Tag mit sommerlichen Temperaturen folgten in der Nacht auf Mittwoch heftige Gewitter mit starken Regenfällen. Laut einer Mitteilung des Wetterdienstes Meteonews schüttete es von Bern bis zum Alpstein im Appenzellerland teilweise wie aus Kübeln. Besonders betroffen von heftigem Niederschlag war der Kanton Luzern. «30 bis knapp 40 Liter Regen innert sechs Stunden brachten manche Kanalisation an den Anschlag», heisst es in der Medienmitteilung.

Das meiste Wasser bekam die Gemeinde Egolzwil mit 57 Millimeter ab – das sind 57 Liter pro Quadratmeter. «Das sind keine Rekordwerte, aber es ist eine beachtliche Menge», sagt Meteorologe Stefan Scherrer. Die monatliche Niederschlagsmenge für Egolzwil im langjährigen Mittel liegt bei 110 Millimeter.

Acht Feuerwehren aufgeboten

Die Auswirkungen des heftigen Regens waren dennoch überschaubar. Im Kanton Luzern wurden zirka acht Feuerwehren aufgeboten, wie Kurt Graf, Mediensprecher der Luzerner Polizei, sagte. «Im Hinterland, in Sursee, Obernau sowie in Malters ist in mehrere Garagen und Keller Wasser eingedrungen. Zudem drang an einzelnen Orten Wasser auf die Strassen, allerdings ohne Auswirkungen auf den Verkehr», sagte er auf Anfrage.

Die Daten des gestrigen Gewitters waren meteorologisch interessant, für die Bevölkerung jedoch wenig angenehm, ordnete eine Meteorologin von Meteo Schweiz die Situation ein. «Das Gewitter war kurz und heftig. Um zirka 21 Uhr regnete es am heftigsten. Es gab innerhalb von 10 Minuten einen Spitzenwert von 17,7 Millimeter.»

Rekordwert vor zwei Jahren

Neben Egolzwil regnete es in Kriens (42 Millimeter) und Schüpfheim (40 Millimeter) am heftigsten. In Luzern wurden 29 Millimeter gemessen. Die durchschnittliche Niederschlagsmenge für den ganzen Monat Mai liegt in der Stadt im langjährigen Mittel bei 128 Millimeter. Der Rekordwert wurde am 13. Mai 2016 mit 70,7 Millimeter gemessen.

Grund für den ungewöhnliche Regen und die kräftigen Gewitter sei die schwache Druckverteilung über Mitteleuropa. «Im Gegensatz zu den Sommergewittern, die von Winden getrieben werden, konnten diese Gewitter nicht weiterziehen und brachten stationär extreme Niederschlagsmengen», so Stefan Scherrer von Meteonews.

Die Aussichten für die kommenden Tage sind weitaus besser. Am Donnerstag kann es noch gebietsweise Gewitter geben, am Freitag und Samstag herrschen aber sommerliche Verhältnisse. Laut Meteo Schweiz sind am Wochenende Temperaturen von 28 bis 29 Grad zu erwarten, der erste Hitzetag mit 30 Grad liegt in Reichweite.

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