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LUZERN: Vorschusslorbeeren für Yunfeng Gao

Dass der Chinese Yunfeng Gao das Fünfsternehotel Palace kaufen will, kommt gut an. Ein zweiter Fall «Gütsch» sei kaum zu erwarten, heisst es in der Branche.
Das Stadtluzerner Fünfsternehotel Palace (Baujahr 1906) mit seinen 129 Zimmern soll dem chinesischen Investor Yunfeng Gao verkauft werden. (Bild Roger Grütter)

Das Stadtluzerner Fünfsternehotel Palace (Baujahr 1906) mit seinen 129 Zimmern soll dem chinesischen Investor Yunfeng Gao verkauft werden. (Bild Roger Grütter)

Guy Studer

Der chinesische Investor Yunfeng Gao (49) steht kurz davor, das Luzerner 5-Sterne-Hotel Palace von der Credit Suisse (CS) zu kaufen. Er will auch eine zweistellige Millionensumme in das Haus investieren, wie sein Geschäftspartner Toni Bucher von der Eberli AG Sarnen sagt (Ausgabe von gestern).

«Er hat Interesse an Hotellerie»

Das Fünfsternehotel am See ist für viele Luzerner nach wie vor die erste Adresse in der Stadt. Wie kommt der baldige Besitzerwechsel hier an? Patric Graber, Präsident von Luzern Hotels, begrüsst das Engagement von Gao: «Er hat gezeigt, dass er Interesse an der Hotellerie hat. Dies beweist sein Engagement auf Melchsee-Frutt und sein Einsatz für das Hotel in Engelberg, trotz Einsprachen und Verzögerungen.» Gao hat auf Melchsee-Frutt in zwei neue Hotels investiert. In Engelberg plant er zudem ein Hotelprojekt am Kurpark für 100 Millionen Franken (siehe Box).

Für Graber ist die neuste Entwicklung denn auch nicht vergleichbar mit jener des Hotels Gütsch. Seit der Russe Alexander Lebedev das Schlosshotel übernommen hat, liegt einiges im Argen: Direktoren gehen so schnell, wie sie kommen, die neue Gütsch-Bahn kam nur unter Druck und Kostenbeteiligung der Stadt zu Stande. «Das ‹Palace› hat eine andere Ausgangslage», sagt Graber. So steht es, im Gegensatz zum «Gütsch», beim Besitzerwechsel nicht leer. Zudem sei auch klar, was Gao mit dem «Palace» vorhabe. So sollen etwa vermehrt wohlhabende, individuell reisende Chinesen im «Palace» absteigen.

Wie wichtig der chinesische Markt zunehmend für Luzern ist, zeigen die Zahlen der Logiernächte eindrücklich: 129 000 Logiernächte waren es bis Ende September dieses Jahres. Damit wurde die Rekordmarke vom Vorjahr (122 183 Übernachtungen) bereits geknackt.

Graber: Gao besser als CS

Dass das «Palace» von der CS an einen chinesischen Investor übergehen soll, beurteilt Patric Graber positiv: «Die CS ist als Besitzerin nur auf das Objekt und die Rendite bezogen. Die Ausrichtung ist dort zweitrangig.» Yunfeng Gao werde dies nicht egal sein, «er strebt klar eine touristische Ausrichtung an».

Der Tourismusexperte Jürg Stettler beurteilt es «grundsätzlich als positiv», dass sich jemand überhaupt bereit zeige, das Hotel Palace zu kaufen und darin zu investieren. Der Leiter des Instituts für Tourismuswirtschaft an der Hochschule Luzern schätzt Yunfeng Gao als Investor ein, «der weiss, auf was er sich hier einlässt».

Zudem passten die Ziele von Gao zu jenen von Luzern Tourismus: «Man will eine Verschiebung erreichen vom Massentourismus weg und hin zu mehr Individualgästen, die eine höhere Wertschöpfung erzielen.» Stettler erachtet dies als realistisch für Luzern. «Dieser Markt ist gross, und bereits heute kommen rund 20 Prozent der Chinesen als Individualreisende.» Diesen Anteil gelte es zu erhöhen.

Logiernächte in der Stadt Luzern (Bild: Quelle: Luzern Tourismus)

Logiernächte in der Stadt Luzern (Bild: Quelle: Luzern Tourismus)

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