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LUZERN: Vorzeitige Polizeichef-Abgänge haben Tradition

Ein vorzeitiger Abgang an der Spitze der Luzerner Polizeikorps ist keine Seltenheit. Beat Hensler ist bereits der fünfte Polizeichef infolge, der vorzeitig den Hut nimmt oder entlassen wird. Die Gründe für die Abgänge waren jeweils unterschiedlich.
Polizeigebäude in Luzern am Dienstagnachmittag. (Bild: Keystone)

Polizeigebäude in Luzern am Dienstagnachmittag. (Bild: Keystone)

Henslers Vorgänger bei der Luzerner Kantonspolizei, Jörg Stocker, trat im April 2002 nach acht Jahren per sofort als Kommandant zurück. Als Grund wurden vom Regierungsrat unüberbrückbare Spannungen innerhalb der Korpsleitung angegeben.
Interimistisch übernahm der bisherige Vize und Chef der Sicherheitspolizei, Harry Wessner, die Leitung. Nach neun Monaten wechselte er zum Amt für Militär. Wessners Nachfolger bei der Sicherheitspolizei verliess das Korps noch vor Ende der Probezeit auf eigenen Wunsch wieder.

Polizeiaffäre Ende der Achtzigerjahre

Von 1982 bis 1994 war Anton Widmer Kommandant der Kantonspolizei. 1987 erhob er massive Vorwürfe gegen die Chefs der Sicherheitsabteilung der Kriminalabteilung. Letztere wurde vom späteren Kommandanten Jörg Stocker geleitet.

Widmer äusserte Vorbehalte bezüglich der fachlichen Kompetenz, der Führungsqualität und der Loyalität seiner Kadermitarbeiter. Es kam zu einer Administrativuntersuchung.

Die Untersuchung entkräftete die Vorwürfe weitgehend. Auf Geheiss der Geschäftsprüfungskommission wurde dennoch eine Beratungsfirma eingesetzt. Diese sollte die Führung der Polizei unter die Lupe nehmen und die Zusammenarbeit im Korps verbessern.

Anfang der neunziger Jahre kam es erneut zu Spannungen, etwa als Anton Widmer im Zuge der Fichen-Affäre einen Teil der Polizei-Akten vernichten liess. Schliesslich verliess Widmer Luzern 1994 und wurde Direktor beim Bundesamt für Polizeiwesen in Bern.

Eklats auch bei der Stadtpolizei

Im Kanton Luzern existierten während 141 Jahren zwei Polizeikorps, jenes der Kantons- und jenes der Stadtpolizei. 2010 fusionierten diese zur Luzerner Polizei.

Auch bei der Stadtpolizei kam es 2006 zum Eklat. Kommandant Pius Segmüller verliess seinen Posten nach vier Jahren wegen länger andauernder Differenzen mit seiner politischen Vorgesetzten, Stadträtin Ursula Stämmer-Horst.

Beim Streit ging es unter anderem um die Einflussnahme der Politik auf die Polizei. Segmüller erhielt eine Abgangsentschädigung.

Auch Segmüllers Vorgäng Kurt Fehlmann schied 2001 vorzeitig aus der Stadtpolizei aus. Über die Gründe seines Rücktritts wurde Stillschweigen vereinbart.

Spekuliert wurde in den Medien unter anderem über ein Burnout. 2005 schied Fehlmann freiwillig aus dem Leben.

sda

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