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LUZERN: Wahrzeichen für das Industriegebiet ist eine Hommage an die «Helden des Abfalls»

Das Wandbild an der stillgelegten Kehrichtverbrennungsanlage ist fertig. Bestehen bleibt es aber nur bis 2019. Für die Künstler ist das aber kein Grund, Trübsal zu blasen.
Das Wandbild ist fertig. Geschaffen wurde es vom Künstlerduo Veronika Buergi und Marco Schmid von Queenkong. (Bild: Emmanuel Ammon/LZ (Luzern, 16. Juli 2017))

Das Wandbild ist fertig. Geschaffen wurde es vom Künstlerduo Veronika Buergi und Marco Schmid von Queenkong. (Bild: Emmanuel Ammon/LZ (Luzern, 16. Juli 2017))

Das sonst eher graue Industriegebiet Ibach am Luzerner Stadtrand hat ein neues Wahrzeichen erhalten. An der Fassade der stillgelegten Kehrichtverbrennungsanlage (KVA) hat das Luzerner Künstlerduo Queen Kong, bestehend aus Veronika Bürgi und Marco Schmid, mit Hilfe einer Hebebühne ein riesiges Wandbild realisiert.

Öffentlich zugänglich ist es zwar nicht. «Mit einer Höhe von rund 20 Metern ist es aber von Weitem gut sichtbar, besonders von der Reusseggbrücke aus», sagt Martin Zumstein, Geschäftsleiter von Recycling, Entsorgung und Abfall Luzern (Real), dem Eigentümer des Gebäudes. Gekostet habe es einige tausend Franken. «Wir wollten damit ein Zeichen setzen für Leute, die sich aktiv gegen Littering einsetzen», sagt Zumstein. Dabei habe man sich «für eine jugendliche Figur entschieden, um auf die Zukunft hinzuweisen», sagt Veronika Bürgi. Für sie ist das Bild auch ein «Dankeschön für all die Helden, welche sich mit unserem Abfall beschäftigen. Schliesslich löst sich dieser nicht von alleine auf, nachdem wir den Abfallsack auf die Strasse gestellt haben.»

Das Wandbild bleibt voraussichtlich bis Mitte 2019 bestehen, danach wird die KVA abgerissen. Bedauern die Künstler dies? «Wir sind der Meinung, dass es im Leben weit Schlimmeres gibt, als sich von einem Bild verabschieden zu müssen», so Bürgi. Dies gehöre bei Street-Art dazu. «Wenn du das Bild fertig gemalt hast, sag ‹goodbye!›.» Man überlasse es der Strasse. Dasselbe Schicksal ereilte bereits das Wandbild in der Luzerner Himmelrich-Siedlung, das ebenfalls von Queen Kong realisiert und später abgerissen worden ist (wir berichteten).

Die KVA steht derzeit leer, sie wird seit der Inbetriebnahme der Renergia Perlen 2015 nicht mehr benötigt. Turbinen und Schredder konnte Real an Betriebe im Ausland verkaufen. Das Gelände wird zeitweise von der Polizei und der Feuerwehr zu Trainingszwecken verwendet. Die Real-Verwaltung befindet sich aus­serdem noch dort, sie wird voraussichtlich Mitte 2019 in das geplante neue Recyclingcenter bei der Autobahnausfahrt im Ibach verlegt. Was geschieht nach dem Abriss der KVA mit der frei werdenden Fläche? «Es wird eine Zwischennutzung geben», sagt Zumstein. «In welcher Form, ist noch offen. Hochbauten sind jedoch nicht möglich, da über die Hälfte des Landes für den Bau des Bypasses benötigt wird.» Die Stadt würde dort gerne Carparkplätze realisieren (wir berichteten). Eine konkrete Anfrage sei bei Real aber noch nicht eingegangen, so Zumstein.

Stefan Dähler

stefan.daehler@luzernerzeitung.ch

Das Wandbild an der Fassade der alten Kehrichtverbrennungsanlage. (Bild: PD (Luzern, 16. Juli 2017))

Das Wandbild an der Fassade der alten Kehrichtverbrennungsanlage. (Bild: PD (Luzern, 16. Juli 2017))

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