LUZERN: Wauwil nennt Gründe für Abbruch der Fusion

Der Wauwiler Gemeinderat legt nun offen, weshalb er die Fusion mit Egolzwil stoppen will. Dies nachdem Egolzwil den einseitigen Abbruch der Projekts von Seiten Wauwils in einem offenen Brief bekannt gegeben hatte.

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Fusion zwischen Wauwil und Egolzwil ist geplatzt: Das waren die Namensvorschläge. (Bild: Grafik Neue LZ)

Fusion zwischen Wauwil und Egolzwil ist geplatzt: Das waren die Namensvorschläge. (Bild: Grafik Neue LZ)

Der Wauwiler Gemeinderat nimmt Stellung zu den Gründen der geplatzten Fusion mit Egolzwil. Unter anderem kritisiert er, dass das Kollegialitätsprinzip mehrmals verletzt worden sei, indem seine Beschlüsse in Projektsteuerungen nicht vertreten worden seien. Es bestünden unterschiedliche Kulturen und "tiefgreifend anders Verständnis bezüglich Entschädigungskultur und Finanzen". In gewissen Bereichen kritisierte der Wauwiler Gemeinderat "kompromisslose Signale" und "fehlende Transparenz".

So könne ein Zusammengehen und Zusammenarbeiten nicht funktionieren, heisst es weiter. "Ein Timeout bei der Fusionsprüfung ist notwendig."

Egolzwiler Stellungsnahme

Die Stellungsnahme stellt eine Reaktion auf einen offenen Brief des Egolzwiler Gemeinderats dar, welchen dieser rund vier Stunden nach der gemeinsamen Projektsteuerungssitzung einseitig den Medien zugespielt hatte.

In einer weiteren Medienmitteilung vom Montag zeigt sich Egolzwil erfreut, dass Wauwil "nicht mehr von einem Abbruch des Fusionsprozesses, sondern (nur) noch von einem "Timeout" spricht". Gleichzeitig zeigt er sich erstaunt über die "unterschiedliche Sicht auf das partnerschaftlich erarbeitete Projekt."

Im Frühling 2014 befürworteten in einer Bevölkerungsumfrage 84 Prozent der Teilnehmenden in Egolzwil und Wauwil die Prüfung einer Fusion. Der Luzerner Regierungsrat sicherte einen Beitrag von 2,75 Millionen Franken zu. Eine Volksabstimmung über das Zusammengehen war für den Frühling 2016 geplant, die Fusion für Anfang 2017. 2006 war eine Fusion der beiden Gemeinden am Nein der Egolzwiler Stimmberechtigten gescheitert. (sda/hmj)