LUZERN: WCs verzögern sich massiv

Die Umsetzung des Masterplans WC-Anlagen läuft nicht nach Plan. Dies unter anderem aufgrund von Einsprachen.

Olivia Steiner
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Eines der städtischen WCs - hier das bei der Ufschötti. (Bild: Aleksandra Mladenovic / Neue LZ)

Eines der städtischen WCs - hier das bei der Ufschötti. (Bild: Aleksandra Mladenovic / Neue LZ)

Noch 29 statt 44 öffentlich zugängliche WC-Anlagen in der Stadt Luzern – dies hatte der Grosse Stadtrat 2010 im Rahmen eines Masterplans beschlossen. Diesen – inzwischen teilweise angepassten – Plänen zufolge sollen 23 WC-Anlagen geschlossen werden. Als Ersatz waren nebst neuen WCs auch zahlreiche Sanierungen vorgesehen. Ein Grossteil davon hätte in den Jahren 2010 bis 2012 umgesetzt werden sollen. Doch jetzt, drei Jahre nach dem Parlamentsentscheid, zeigt sich: Bei vielen WCs herrscht nach wie vor Status quo.

Erst drei statt sieben Neubauten

Deutlich in Verzug ist die Stadt mit den sieben Neubauten. Ohne Verzögerungen eröffnet wurde nur das WC bei der neuen S-Bahn-Station auf der Allmend. Die Anlagen beim Bahnhof Luzern sowie beim Schweizerhofquai sind inzwischen beide in Betrieb, jedoch mit Verspätungen von je rund zwei Jahren. Die weiteren vier Anlagen stehen bis heute noch nicht, obwohl die Fertigstellung aller Anlagen bis 2012 vorgesehen war. Was ist also passiert? Urs Käppeli, Ressortleiter Sozial- und Spezialbauten bei der Stadt Luzern, sagt: «Wir hatten interne Umstrukturierungen und personelle Wechsel. Dies hat zu Verzögerungen geführt.» So wurde etwa die Stelle des Leiters Gebäudemanagement neu besetzt. Im Falle der Anlage im Vögeligärtli sei zudem eine Einsprache hängig. Beim Mariahilfschulhaus sei Suche nach dem genauen Standort schwierig und noch nicht abgeschlossen. Die geplante Toi-Toi-Anlage beim Bramberg, die während der Sommermonate auf der Sportanlage vorgesehen war, ist vorläufig sistiert. Einen Lichtblick bietet der Standort Lidowiese, wo nun die Baubewilligung vorliegt. Käppeli: «Die Anlage wird im kommenden Sommer in Betrieb genommen.»

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