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LUZERN: Weihnachtsbeleuchtung am Tag verwundert Passanten

Die Stadt erlaubt versuchsweise, die Weihnachtsbeleuchtung schon am frühen Nachmittag einzuschalten. Die Testphase geht jetzt in die zweite Runde. Die Initianten fühlen sich bestätigt, doch die Reaktionen auf der Strasse sind durchzogen.
Ines Häfliger
Die Weihnachtsbeleuchtung auf der Herthensteinstrasse, die bereits um 13.30 Uhr eingeschaltet wird. (Bild: Nadia Schärli (Luzern, 27. November 2017))

Die Weihnachtsbeleuchtung auf der Herthensteinstrasse, die bereits um 13.30 Uhr eingeschaltet wird. (Bild: Nadia Schärli (Luzern, 27. November 2017))

Ines Häfliger

stadt@luzernerzeitung.ch

Weggisgasse, Montagnachmittag um 13.30 Uhr: Die Weihnachtsbeleuchtung in der Luzerner Altstadt geht an. «Ich hätte nicht auf die Beleuchtung geachtet», meint eine ältere Dame. Zwei andere Passantinnen haben die Weihnachtslichter zwar bemerkt, reagieren aber mit Unverständnis: «Überall wird gespart – nur bei der Weihnachtsbeleuchtung nicht.» Dies sei Stromverschwendung, findet auch eine junge Mutter.

Seit Samstag ist die Luzerner Weihnachtsbeleuchtung in Betrieb, am Montag erstmals während der Geschäftszeiten. Dass die Lichter bereits am frühen Nachmittag eingeschaltet werden, ist erst seit 2016 der Fall. Vorher brannten die Sterne und Lichtgirlanden erst ab 16 Uhr – was dem Verein Weihnachtsbeleuchtung Luzern (VWBL) ein Dorn im Auge war. Nicht ideal war dies insbeson­dere am Samstag, da die Lichter erst nach Ladenschluss eingeschaltet wurden. Mit der neuen Regelung ist Werner Grossniklaus, Geschäftsführer des Vereins, glücklich. Das Argument der Strom­verschwendung weist er zurück. Aufgrund der neuen LED-Technologie seien die Lampen heute sehr sparsam. Die Umrüstung auf LED fand in den letzten drei ­Jahren sukzessive statt und kostete rund 150000 Franken. Inzwischen hängen in der Altstadt gar keine herkömmlichen Glühbirnen mehr. Grossniklaus sagt, er habe im letzten Advent viele positive Rückmeldungen auf die ausgedehnten Einschaltzeiten ­erhalten. «Sowohl Geschäfte als auch Besucher sind begeistert von der Beleuchtung.» Es sei eine Win-win-Situation, so der VWBL-Geschäftsführer. Die Beleuchtung transportiere einerseits eine festliche Atmos- phäre und könne andererseits ­indirekt die Verkaufszahlen ­ankurbeln, so Grossniklaus.

Weihnachtsbeleuchtung am liebsten schon am Mittag

Die neuen Einschaltzeiten musste sich der Verein Weihnachtsbeleuchtung hart erkämpfen. Ursprünglich wollte er die Lichter schon um 12 Uhr einschalten. Mit diesem Antrag gelangte der Verein im Sommer 2016 an die Stadt. Doch dort stand man einer Änderung skeptisch gegenüber. Die bisherigen Einschaltzeiten 6 bis 8 Uhr und 16 bis 24 Uhr hätten sich bewährt, hiess es damals. Die Stadt bewilligte die längeren Beleuchtungszeiten nicht, schlug aber gleichzeitig einen Kompromiss vor: Die Lichter sollten während einer kurzen Testphase bereits um 14 Uhr angeknipst werden. Die beiden zusätzlichen Stunden müssten jedoch zu einem anderen Zeitpunkt kompensiert werden. Dieser städtische Einigungsvorschlag wurde von den Initianten abgelehnt. «Wir fühlen uns nicht ernst genommen», begründete Daniel Wettstein, damaliger Präsident des VWBL. Im September 2016 kam dann die Kehrtwende: Die Stadt gestattete einen Pilotversuch mit der verlängerten Einschaltzeit ab 13.30 Uhr.

Stadt entscheidet 2018 definitiv

Die Hartnäckigkeit des Vereins Weihnachtsbeleuchtung Luzern hat sich also ausgezahlt. Doch ganz beigelegt ist der Lichterstreit noch nicht. Denn die Stadt wird erst nach Ablauf der diesjährigen Testphase definitiv entscheiden, ob die längeren Beleuchtungszeiten beibehalten werden. Werner Grossniklaus ist aber optimistisch. «Es würde mich überraschen, wenn die Stadt nach der Testphase zu den ursprünglichen Verhältnissen zurückkehren möchte.» Übrigens setzt sich der Verein Weihnachtsbeleuchtung nicht nur für eine Verlängerung der Beleuchtungsdauer ein, sondern auch für eine geografische Ausdehnung. Seit Jahren existiert die Idee einer Weihnachtsbeleuchtung für die Pilatusstrasse. «Noch ist es ein Traum», sagt Grossniklaus. Er sei aber überzeugt, dass man in den kommenden Jahren die Finanzierung sicherstellen könne.

Weihnachtsbeleuchtung um 13.30 Uhr in Luzerns Kapellgasse. (Bild: Nadia Schärli (Luzern, 27. November 2017))

Weihnachtsbeleuchtung um 13.30 Uhr in Luzerns Kapellgasse. (Bild: Nadia Schärli (Luzern, 27. November 2017))

Die Weihnachtsbeleuchtung auf der Seebrücke in der Stadt Luzern. (Bild: Leserbild Walter Buholzer (Luzern, 25. November 2017))

Die Weihnachtsbeleuchtung auf der Seebrücke in der Stadt Luzern. (Bild: Leserbild Walter Buholzer (Luzern, 25. November 2017))

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