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LUZERN: Weiterer ÖV-Ausbau im Raum Luzern

Der Verkehrsverbund plant den nächsten Schritt zum Ausbau des öffentlichen Verkehrs im Raum Luzern. Bis 2022 sollen längere Trolleybusse, mehr Durchmesserlinien und einheitliche Takte die Attraktivität steigern.
Dieser Bus soll künftig auch auf den Linien 2, 8 und 12 sowie auf Durchmesserlinien zum Einsatz kommen. (Bild: Archiv Roger Grütter)

Dieser Bus soll künftig auch auf den Linien 2, 8 und 12 sowie auf Durchmesserlinien zum Einsatz kommen. (Bild: Archiv Roger Grütter)

Der Verkehrsverbund Luzern (VVL) veröffentlichte am Dienstag die weiteren Ausbaupläne für die Stadt und die Agglomeration mit dem Konzept «Agglomobil tre». Dieses beinhaltet zusätzliche Ausgaben von rund zwei Millionen Franken. 2014 betrugen die vom VVL getragenen Betriebskosten im Kanton Luzern 77 Millionen Franken.

Mit dem Ausbau will der VVL dem prognostizierten Mobilitätswachstum aus der im Richtplan angestrebten Siedlungsentwicklung gerecht werden, wie es in der Mitteilung heisst. In den Hauptkorridoren möchte der VVL rund 20 Prozent mehr Kapazität schaffen.

Hauptbestandteil von «Agglomobil tre» sind zusätzliche Doppelgelenktrolleybusse, wie sie bereits auf der Linie 1 unter dem Namen Rbus zwischen Kriens und Luzern-Maihof im Einsatz sind. Die längeren Busse sollen ab Dezember 2016 auch auf der Linie 2 (Emmenbrücke-Bahnhof) verkehren. Später sollen sie auf den Linien 8 (Bahnhof-Würzenbach) und 12 (Bahnhof-Littau) eingesetzt werden (siehe Box). Mit den geplanten Massnahmen soll die Kapazität um 20 Prozent erhöht werden können.

Neues Regime am Seetalplatz

Entlang der RBus-Linien sind zudem Infrastrukturprojekte geplant, die den Busverkehr beschleunigen sollen. 2016 nimmt der VVL am umgebauten Seetalplatz den neuen Bushub, die neue Linienführung auf separaten Busspuren zum Bahnhof Emmenbrücke und die dafür erforderliche Trolleybus-Fahrleitung in Betrieb.

Künftig sollen weniger Buslinien zum Bahnhof fahren und dort wenden. Stattdessen plant der VVL mehr sogenannte Durchmesserlinien, die Busverbindungen verknüpfen und auf denen Passagiere weniger oft umsteigen müssen. In einem ersten Schritt soll mit einer Verknüpfung der Linien 20 und 24 eine direkte Verbindung zwischen Horw, Luzern und Meggen entstehen.

Neue Perrons und Fahrleitungen

In einem zweiten Schritt ist laut VVL auch eine direkte Verbindung zwischen Würzenbach und Littau geplant. Dazu sollen die Linien 8 und 12 verknüpft werden. Dafür sind am Bahnhof Luzern ab 2019 neue Perrons nötig und neue Fahrleitungen ab Kreuzstutz bis Littau.

Neben grösseren Bussen und längeren Linien will der VVL auch die Fahrpläne besser aufeinander abstimmen und für alle Fahrgäste ein einheitliches Angebot. Der VVL wolle vergleichbare Korridore und Quartiere mit einheitlichen Takten und zu einheitlichen Betriebszeiten bedienen, heisst es in der Mitteilung.

Die neuen Pläne beruhen auf dem Vorgängerkonzept «Agglomobil due», das die Ausbauschritte von 2014 bis 2018 beinhaltet. Behörden und Interessenverbände können bis am 3. Juli 2015 zum dritten Ausbauschritt Stellung nehmen.

Im Herbst will der VVL den Schlussbericht präsentieren. Anschliessend sollen die Resultate in das Agglomerationsprogramm 3. Generation, den öV-Bericht 2018 bis 2021, das Strassenbauprogramm 2019 bis 2022 und die nationale Bahnplanung (STEP) einfliessen.

HINWEIS
Weitere Infos im Flyer des Verkehrkehrsverbundes »

Das ist in der Agglo Luzern geplant

2015-2019

  • Infrastrukturmassnahmen, u.a. des Bau von 2x2 Durchmesserperrons beim Bahnhof Luzern
  • Einführung der RBus-Linie 2 und 8, Verlängerung der Linie 1 nach Ebikon
  • Verknüpfung zu neuer Durchmesserlinie Horw-Meggen (Linie 20 und 24)
  • Optimierung Emmer Busnetz

2019-2022

  • RBus-Durchmesserlinie Littau-Würzenbach (Linien 8 und 12)
  • ÖV-Priorisierung im Rahmen der Strassenbauprogramme
  • Ausbau des Bahnangebots mit zusätzlichem Rollmaterial und Verstärkungszügen zur Hauptverkehrszeit

2022-2025

R-Bus Netz mit Durchmesserlinie Sprengi-Hirtenhof (Linien 2 und 8)

sda/rem

So stellt sich der Luzerner Verkehrsverbund die Entwicklung bis ins Jahr 2022 vor. (Bild: Grafik: VVL)

So stellt sich der Luzerner Verkehrsverbund die Entwicklung bis ins Jahr 2022 vor. (Bild: Grafik: VVL)

Am Bahnhof sollen für die Busse neue Perrons entstehen. (Bild: Visualisierung VVL)

Am Bahnhof sollen für die Busse neue Perrons entstehen. (Bild: Visualisierung VVL)

So soll sich der Luzerner Bahnhofplatz künftig präsentieren: Bei der Hauptpost entsteht ein neuer Busperron (oben). Von der Bushaltestelle ganz unten (Linie 2) soll es neu eine Ausfahrt Richtung Seebrücke geben. (Bild: Grafik: Loris Succo)

So soll sich der Luzerner Bahnhofplatz künftig präsentieren: Bei der Hauptpost entsteht ein neuer Busperron (oben). Von der Bushaltestelle ganz unten (Linie 2) soll es neu eine Ausfahrt Richtung Seebrücke geben. (Bild: Grafik: Loris Succo)

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