LUZERN: Weniger dafür längere Einsätze für die Luzerner Notfallseelsorge

Die ökumenische Notfallseelsorge und das Care Team haben im Kanton Luzern im vergangenen Jahr 73 Einsätze geleistet - neun weniger als im Vorjahr. Dafür wurden die Einsätze komplexer und dauerten länger.

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Immer mehr Einsätze für das Care Team und die Notfallseelsorge im Kanton Luzern. Im Archivbild: Ein Bild aus dem Altersheim Staffelhof in Meggen. (Symbolbild: Luzerner Zeitung)

Immer mehr Einsätze für das Care Team und die Notfallseelsorge im Kanton Luzern. Im Archivbild: Ein Bild aus dem Altersheim Staffelhof in Meggen. (Symbolbild: Luzerner Zeitung)

Insgesamt waren die Notfallseelsorgerinnen und Notfallseelsorger sowie Care Givers (Pfleger und Psychologen) während 731 Stunden (2015: 718) präsent, wie die ökumenische Notfallseelsorge und das Care-Team des Kantons Luzern am Montag mitteilten. Am häufigsten bei ausserordentlichen Todesfällen (26 Einsätze) und Suiziden (17).

Die Anzahl Einsätze und vor allem die aufgewendete Zeit pro Einsatz – 10 Stunden – sei somit erneut gestiegen. Dies liege daran, dass die Einsätze komplexer würden, heisst es weiter.

Um professioneller arbeiten zu können, wurden vermehrt Zweierteams statt Einzelpersonen aufgeboten. Die im Einsatz stehenden Personen hätten es immer wieder mit Menschen zu tun, die kaum ein soziales Netz hätten, das sie in der Not auffangen könnte, heisst es weiter.

Die Organisation ökumenische Notfallseelsorge/Care-Team des Kantons Luzern besteht in dieser Form seit rund fünf Jahren, als sich die beiden Partner zusammenschlossen. Sie wird gemeinsam getragen von den drei Luzerner Landeskirchen und vom Kanton. Zurzeit stehen ihr 34 Personen zur Verfügung, von denen zwei Frauen und vier Männer in der Seelsorge tätig sind, die weiteren in der Pflege, Spitex oder Notfallpsychologie.

Aufgeboten werden die Notfallseelsorger und Care Giver jeweils vom Rettungsdienst 144, von der Polizei oder von der Feuerwehr. Sie kümmern sich in Notsituationen um Angehörige, unverletzte Beteiligte oder Zeugen, leisten den Hinterbliebenen Beistand bei Suizid oder beim Überbringen von Todesnachrichten. (sda)