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LUZERN: Weniger Staus dank neuem Kantonsspital-Parkhaus

Wer im Spital-Parking einen Parkplatz ergattern will, muss oft lange warten. Ein siebenstöckiger Parkhaus-Neubau soll Abhilfe schaffen.
Hugo Bischof
So soll das neue Parkhaus an der Friedentalstrasse aussehen. (Bild: Visualisierung Luzerner Kantonsspital)

So soll das neue Parkhaus an der Friedentalstrasse aussehen. (Bild: Visualisierung Luzerner Kantonsspital)

Hugo Bischof

hugo.bischof@luzernerzeitung.ch

Ein zusätzliches Parkhaus des Kantonsspitals Luzern soll Platz für 606 Autos bieten. Die Spitalleitung hat das Baugesuch für den siebenstöckigen Neubau nordöstlich des Spital-Hauptgebäudes entlang der Friedentalstrasse (siehe Grafik) Ende April eingereicht; es liegt noch bis 15. Mai im Tiefbauamt der Stadt Luzern öffentlich auf.

Das neue Parkhaus Ost soll das bestehende Parkhaus Süd mit 581 Parkplätzen entlasten. Dort kommt es in Spitzenzeiten regelmässig zu massiven Rückstaus. Bisherige Massnahmen zur Priorisierung des öffentlichen Verkehrs (Verlegung der Bushaltestelle Spitalstrasse, finanzielle Anreize für Spitalmitarbeiter zur Nutzung des ÖV) konnten die Situation nicht nachhaltig verbessern. Heute besuchen täglich bis zu 1000 Patienten, Angehörige und Lieferanten das Luzerner Kantonsspital. Dazu kommen rund 4500 Spitalmitarbeiter.

Verpasste Termine wegen Parkplatzmangel

«Die Parkierungssituation beim Kantonsspital ist nicht zufriedenstellend», sagt auch Stadtrat Adrian Borgula, Vorsteher der Direktion Umwelt, Verkehr und Sicherheit. «Besucher und Patienten finden zeitweise keinen Parkplatz und weichen auf umliegende Strassen und Parkplätze aus.» Auf den Spitalbetrieb wirke sich dies «in erster Linie durch verpasste oder verspätete Termine aus». Das heutige Parkhaus Süd an der Spitalstrasse soll künftig nur noch Patienten und Besuchern offenstehen. Die dort bestehenden 200 Mitarbeiter-Parkplätze sollen ins neue Parkhaus an der Friedentalstrasse verlegt werden.

Nach dem Bau des neuen Parkhauses wird es auf dem Gelände des Kantonsspitals insgesamt 1665 Parkplätze geben – 581 im bestehenden Parkhaus Süd, 606 im neuen Parkhaus Ost sowie 478 oberirdische. Das sind 285 Parkplätze mehr als heute. Im Baugesuch wird darauf hingewiesen, dass gemäss städtischem Parkplatzreglement auf dem Areal des Kantonsspitals bis zu 2024 Parkplätze bewilligungsfähig wären. Ein Abbau ist bei den oberirdischen Parkplätzen vorgesehen. Davon gibt es auf dem Spitalgelände heute 799 – ein Grossteil davon auf dem Areal an der Friedentalstrasse/Ecke Urnerhofweg, wo das neue Parkhaus Ost entstehen soll.

Stadtrat Borgula beurteilt die klare Trennung zwischen Besucher- und Mitarbeiterparkierung positiv: «Diese Trennung sowie die Aufstockung der Parkplatzzahl führen zur Klärung der Situation, weniger Parkplatzdruck im Quartier und weniger Beeinträchtigungen auf der Spitalstrasse.» Auf dem Kantonsspitalareal gebe es heute eine Vielzahl oberirdischer Parkfelder und auch unerwünschte «wilde» Parkierung. Durch die Verschiebung eines Teils der offenen Parkplätze ins geplante Parkhaus könnten «die Freiräume auf dem Areal entsprechend dem Erschliessungs-, Parkierungs- und Freiraumkonzept aufgewertet werden».

Neues Parkhaus kostet 13,7 Millionen Franken

13,7 Millionen Franken soll der Bau des neuen, siebenstöckigen Parkhauses kosten. Darin sind 560 000 Franken für Umgebungsarbeiten inbegriffen. Das Parkhaus wird als schlichter Rechteckbau erstellt – 120 Meter lang, 17 Meter breit, 20 Meter hoch. Die «fein gestreifte» Aluminiumfassade soll eine «dezente Farbigkeit» erhalten, «wie man sie von der herbstlichen Verfärbung der Laubbäume kennt», heisst es im Baubeschrieb. Projektverfasser ist das Luzerner Hoch- und Tiefbau-Unternehmen Basler & Hofmann Innerschweiz AG. Geplanter Baubeginn ist diesen Sommer. Danach soll das Parkhaus im Sommer 2018 eröffnet werden.

Das Parkhaus Ost wird zunächst nur provisorisch gebaut. «Derzeit ist offen, ob das Areal an der Friedentalstrasse im Rahmen der künftigen Entwicklung des Kantonsspital-Standorts Luzern anderweitig genutzt wird», sagt dazu Marco Stücheli, Leiter Unternehmenskommunikation des Kantonsspitals. «Mögliche Optionen bleiben aber gewahrt, da das Parkhaus in Elementbauweise erstellt wird und damit einfach rückbaubar ist.»

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