LUZERN: Weniger Straftaten – mehr Verkehrstote

Im Kanton Luzern hat die Polizei im letzten Jahr 27'796 Straftaten registriert, 8,6 Prozent oder 2606 Fälle weniger als im Vorjahr. Insbesondere sank die Zahl der Einbrüche um 18 Prozent auf 2097. Weniger erfreulich sind die Statistikzahlen im Strassenverkehr, wo gegenüber dem Vorjahr deutlich mehr Tote zu beklagen waren.

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Im Kanton Luzern gab es 2014 weniger Verkehrsunfalle, allerdings nahm die Zahl der Verkehrstoten zu. (Bild: Luzerner Polizei)

Im Kanton Luzern gab es 2014 weniger Verkehrsunfalle, allerdings nahm die Zahl der Verkehrstoten zu. (Bild: Luzerner Polizei)

Die Kriminalitätslage im Kanton Luzern sei sich leicht rückläufig, heisst es in der am Donnerstag veröffentlichen Kriminalstatistik der Luzerner Polizei. Sorge bereite, dass immer mehr ältere Personen Opfer von kriminellen Machenschaften würden.

Mit 22'509 Fällen kam es am häufigsten zu Verstössen gegen das Strafgesetzbuch. In 72 Prozent der Fälle (16'177;-7,6 Prozent) handelte es sich um Vermögensdelikte.

Die Zahl der Einbrüche ging von 2546 auf 2097 zurück. Dabei gab es rund zehn Prozent weniger Wohnungseinbrüche. Der Rückgang könne damit zusammenhängen, dass gewisse Intensivtäter im Strafvollzug sässen oder bestimmte Täter ihr deliktisches Arbeitsfeld geografisch verlagert hätten, schreibt die Polizei.

Die übrigen Straftaten betrafen das Betäubungsmittelgesetz (2'147; -11%), kantonale Gesetze (1'675; +1%), das Ausländergesetz (804;-7%) und Bundesnebengesetze (661; -4%). Insgesamt konnten 11'953 Delikte oder 43 Prozent der Taten aufgeklärt werden.

Weniger Gewaltdelikte

Zu einem Rückgang kam es auch bei den Gewaltdelikten, die sich weiter auf einem Tiefen stand bewegen. Die Luzerner Polizei verzeichnete im vergangenen Jahr 3 (Vorjahr: 5) vollendete und 2 (9) versuchte Tötungen. Alle fünf Delikte wurden aufgeklärt. Von 30 gefährlichen Angriffen wurden 22 Täter ermittelt.

Arbeitsintensiv waren für die Polizei Wirtschaftskriminalfälle. Die Anzahl der sehr komplexen Ermittlungsverfahren würde ungebremst ansteigen, heisst es in der Polizeistatistik.

Ende 2014 waren 63 solche Verfahren hängig, was einem geschätzten Arbeitsvorrat von sieben Jahren gleichkomme. Zudem bestehe eine grosse Zahl von Verdachtslagen, die mangels Ressourcen bislang nicht angegangen werden könnten.

Im Berichtsjahr 2014 konnte die Fachgruppe Wirtschaftsdelikte total 87 Verfahren (2013: 124) abschliessen. Die Deliktsumme belief sich auf rund 46,1 (55) Millionen Franken.

Mehr Verkehrsunfälle

Im Luzerner Strassenverkehr gab es im vergangenen Jahr leicht mehr Verkehrsunfälle. Die Zahl stieg um 10 auf 2269. Dabei kamen 11 Personen ums Leben, 4 mehr als im Vorjahr. Die Zahlen der Leichtverletzten (1046) und der Schwerverletzten (193) blieben stabil.

Häufigste Unfallursachen waren missachtete Vortritte, unvorsichtiges Rückwärtsfahren und zu nahes Aufschliessen. Die meisten Unfälle passierten innerorts (70%), gefolgt von ausserorts (19%) und der Autobahn (11%).

Ein Unfallschwerpunkt ist die Autobahn A14 vor dem Rathausentunnel bei Ebikon. Alleine dort kam es im vergangenen Jahr zu 16 Unfällen, insbesondere zu Auffahrunfällen wegen Staus. Das Bundesamt für Strassen erarbeitet entsprechende Massnahmen, wie die Polizei schreibt. (sda)

HINWEIS
Die Kriminal- und Verkehrsunfallstatistik 2014 der Luzerner Polizei