LUZERN: Weniger Todesfälle wegen Krebs

In der Schweiz nehmen Todesfälle, die auf Krebs zurückzuführen sind, tendenziell ab. Das sagt Professor Stefan Aebi, Chefarzt der medizinischen Onkologie am Kantonsspital Luzern.

Stephan Santschi
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Todesfälle, die auf Krebs zurückzuführen sind, nehmen laut Stefan Aebi, Chefarzt der medizinischen Onkologie am Luzerner Kantonsspital, ab. (Symbolbild) (Bild: Roger Grütter / Neue LZ)

Todesfälle, die auf Krebs zurückzuführen sind, nehmen laut Stefan Aebi, Chefarzt der medizinischen Onkologie am Luzerner Kantonsspital, ab. (Symbolbild) (Bild: Roger Grütter / Neue LZ)

Zum ersten Mal kann Statistik Luzern die Krebsfälle in den Kantonen Uri, Ob- und Nidwalden ausweisen. Für Luzern selber war dies schon seit zwei Jahren möglich. Die neuen Zahlen zeigen, dass im Datenjahr 2011 in den vier Kantonen 2350 Personen neu an Krebs erkrankt sind. Betroffen sind somit 0,5 Prozent der jeweiligen Kantonsbevölkerung oder jeder 200. Bürger.

Im Interview mit der «Zentralschweiz am Sonntag» hält Stefan Aebi, Chefarzt der medizinischen Onkologie am Kantonsspital Luzern, fest, dass Todesfälle wegen Krebs gesamtschweizerisch tendenziell abnehmen. Über den Grund für den Rückgang kann zurzeit nur gemutmasst werden. Möglicherweise ist es eine Zufallsschwankung. Man könne daraus aber auch schliessen, dass die Behandlungen besser geworden sind.

Im Kampf gegen den Krebs setzt man grosse Hoffnungen in die Immuntherapie. Hier geht man mit Medikamenten nicht gegen den Tumor vor, sondern man hilft dem Immunsystem, Tumorzellen zu erkennen und zu bekämpfen.