LUZERN: Weniger Verkehrsopfer, mehr Taschendiebstähle

Die Kriminal- und Verkehrsstatistik der Luzerner Polizei für das Jahr 2012 lässt insgesamt auf eine stabile Kriminalitätslage und unveränderte Sicherheitslage auf den Strassen schliessen. Die Zahl der Verkehrsopfer ist gegenüber dem Vorjahr leicht zurückgegangen. Zugenommen haben aber Taschen- und Trickdiebstähle im öffentlichen Raum.

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In Luzern nahmen die Taschen- und Trickdiebstähle im Jahr 2012 zu. (Gestellte Szene) (Bild: Keystone)

In Luzern nahmen die Taschen- und Trickdiebstähle im Jahr 2012 zu. (Gestellte Szene) (Bild: Keystone)

Gemäss der am Dienstag veröffentlichten Statistik der Luzerner Polizei, haben sich die Zahlen in den Bereichen Kriminalität und Sicherheit im Strassenverkehr alles in allem wenig verändert gegenüber dem Vorjahr. Leichte Veränderungen sind aber doch in einzelnen Bereichen auszumachen.

Weniger Verkehrsopfer

Entgegen des schweizerischen Trends, sank in Luzern die Zahl der Todesopfer aufgrund von Verkehrsunfällen auf 11 Personen. Im Vorjahr kamen noch 13 Personen ums Leben. Auch die Zahl der Verletzten ist von total 1'397 auf 1'357 gesunken. Die Anzahl der registrierten Unfalle nahm ebenfalls leicht ab, von 2'499 auf 2'421. Zu den Hauptursachen für Unfälle im Strassenverkehr mit tödlichen Folgen zählt nach wie vor zu schnelles Fahren. 2012 mussten rund 15 Prozent weniger Fahrer wegen angetrunkenem Zustand angezeigt werden als im Jahr 2011. Von einer Trendwende zu sprechen, hält die Luzerner Polizei für verfrüht.

Markante Zunahme von Taschendiebstählen

In Luzern gingen die Einbruchdiebstähle zurück. Die Anzahl von Raub und Diebstahl im öffentlichen Raum nahmen hingegen, wie in der gesamten Schweiz, zu. Die Zahl der Taschen- und Trickdiebstähle ist von 9'599 im Vorjahr auf 10'199 im Jahr 2012 gestiegen. Auch die registrierten Raubtatbestände nahmen von 226 auf 306 zu. Die Luzerner Polizei führt den Anstieg der Vermögensdelikte un öffentlichen Raum auf die hohe kriminelle Aktivität von Tätern aus den Maghreb-Staaten (Algerien, Marokko, Tunesien) zurück.

Mehraufwand durch neue Strafprozessordnung

Seit dem 1.1.2011 gilt die neue Strafprozessordnung. Die neuen Bestimmungen verursachen bei der Polizei einen administrativen Mehraufwand. Die schweizerische Kriminalkommission schätzt diesen auf 15 – 20 % der bisherigen Arbeit. Dieser Mehraufwand sei ein Grund dafür, dass sich die Ressourcen der Luzerner Polizei leicht zu Gunsten der kriminalpolizeilichen Leistungen verschoben hätten. 2012 hat die Luzerner Polizei 40.5 Prozent ihrer Mittel dafür eingesetzt, im Vorjahr waren es 38.5 Prozent.


pd/spe